In Kammern im Liesingtal (Bezirk Leoben) musste am Dienstagnachmittag ein 16 Monate altes Mädchen wiederbelebt werden, nachdem es in den elterlichen Pool gestürzt war. Das Kind überlebte und liegt nun auf der Intensivstation der Universitäts-Kinderklinik in Graz.

Wie die Landespolizeidirektion am Dienstagabend mitteilte, hatte sich das Kleinkind kurz vor 13 Uhr in einem unbeobachteten Moment durch die Terrassentür ihres Elternhauses ins Freie geschlichen. Seine Mutter (40) kümmerte sich zu diesem Zeitpunkt um die ältere Tochter (11), die etwas kränklich ist. Das Mädchen stürzte im Garten über den rund 20 Zentimeter hohen Beckenrand in einen im Erdreich eingelassenen Pool.

Mädchen lag leblos im Wasser

Wie lange es dort gelegen hat, ist noch unbekannt. Die Mutter fand ihre leblose Tochter im etwa 40 bis 50 Zentimeter tiefen Wasser, zog sie heraus und begann umgehend mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen. Auch die Rettungskräfte wurden von ihr alarmiert. Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei eilten zum Unfallort, in St. Michael startete der Rettungshubschrauber C 17.

Ein „First Responder“ (Voraushelfer) des Roten Kreuzes sowie weitere Kräfte von Rettung und Feuerwehr übernahmen nach ihrem Eintreffen am Unfallort die Reanimation des Kindes. Dabei gelang es ihnen, den Herz-Kreislauf wiederherzustellen und das Mädchen zu stabilisieren. Mit selbstständiger Atmung wurde das Kleinkind vom Rettungshubschrauber in nach Graz geflogen. Auf der Kinderklinik wird es seitdem intensivmedizinisch betreut.

Betreuung auch für die Einsatzkräfte

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern noch an, heißt es von der Polizei am Abend. Angehörige wie auch Einsatzkräfte wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.