Es ist schön, Menschen mit Musik zu berühren“, sinniert Florian Hampel, der als Künstler unter dem Namen Florian Hage firmiert. „Sull I oda sull I net“ heißt das Lied, das aktuell auf Radio Steiermark von ihm zu hören ist. Es stammt von seinem Album „So wia I bin“, sein drittes bereits.
Begonnen hat alles vor vielen Jahren: „Zuerst habe ich Flöte gespielt und Waldhorn. Später habe ich mir dann selber das Gitarrespielen beigebracht.“ Austropop lief damals in Dauerschleife bei ihm, STS oder Ludwig Hirsch waren (und sind) seine musikalischen Helden.
USA – Tirol – Steiermark
In Obdach aufgewachsen führte das Leben den heute 55-Jährigen vorerst auf andere Pfade: „Ich war auf Austausch in den USA, wo ich auch meine heutige Frau, eine Tirolerin, kennengelernt habe.“ Zurück in Europa studierte er dann zuerst in Innsbruck Betriebswirtschaftslehre. Nach dem Abschluss kehrte das Paar jedoch in die Steiermark zurück, Hampel stieg bei Hage Sondermaschinenbau in Obdach als Geschäftsführer ein. Zudem ist er Sprecher des Netzwerkes „Kraft. Das Murtal“, dem mittlerweile 116 Betriebe mit insgesamt 8795 Mitarbeitern angehören. Er hat die Rückkehr nicht bereut: „Es ist nicht so hektisch wie in einer Großstadt, man kennt die Leute und ich bin ruckzuck draußen in der Natur.“
Liebe, Sehnsucht, verpasste Chance
Die Musik abgeschrieben hat der zweifache Familienvater trotzdem nicht: „Ich habe andere Manager kennengelernt, die ebenso Musik machen.“ Für seine eigenen Liedtexte findet er die Inspiration meist im Alltag: „Meine Lieder sind zwar nicht autobiografisch, aber ich verarbeite darin, Beobachtungen und Erfahrungen, die ich mache.“ Er versuche sich in die Menschen hineinzuversetzen, Liebe, Sehnsüchte und verpasste Chancen sind Themen, die viele Menschen bewegten. „Dass die Texte authentisch sind, das ist mir wirklich wichtig.“