Alkohol am Steuer bleibt hierzulande ein Thema. Jüngst wurde das durch den Fall eines Weststeirers bewiesen. Er musste seine Fahrt im Rausch teuer bezahlen. Mit 1,3 Promille Alkohol im Blut krachte der Mann gegen 7 Uhr früh auf Höhe des Einkaufszentrums WEZ in Bärnbach gegen den Randstein. Doppelt blöd: Dabei wurde er auch noch von der Polizei beobachtet.

Die Polizei folgte ihm schließlich bis vor die Haustür, forderte ihn zum Alkotest auf. Der Lenker warf jedoch die Nerven weg. Er begann die Beamten wüst zu beschimpfen. Am Ende führte alles zu nichts. In dieser Woche wurde der Mann am Bezirksgericht Voitsberg zu einer Geldstrafe in Höhe von 1620 Euro (60 Tagsätze zu je 27 Euro) verurteilt.

Der traurige dritte Platz

Der Fall des Mannes ist kein Einzelfall. Immer wieder werden auch in der Steiermark Alko-Lenker erwischt. Laut Innenministerium waren es im Vorjahr 4.572 Anzeigen wegen Trunkenheit am Steuer, die in der Steiermark ausgestellt wurden. Nur in Oberösterreich (4887) und Niederösterreich (4789) wurden mehr Anzeigen verzeichnet.

Immer wieder schnappt die Polizei Alko-Lenker  | Immer wieder schnappt die Polizei Alko-Lenker
Immer wieder schnappt die Polizei Alko-Lenker
| Immer wieder schnappt die Polizei Alko-Lenker © APA/BARBARA GINDL

„Durch Drogen oder Alkohol beeinträchtigte Lenkerinnen und Lenker müssen aus dem Verkehr gezogen werden“, sagt Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Klar ist nämlich: Beeinträchtigte Lenkerinnen und Lenker sind eine Gefahr – für sich selbst und die Allgemeinheit.

Zahl der Alk-Unfälle steigt

Das beweisen auch Zahlen des Verkehrsclub Österreichs (VCÖ). Demnach ist die Zahl der Alko-Unfälle im ersten Halbjahr 2025 in der Steiermark um 40 auf insgesamt 244 gestiegen. 291 Menschen wurden verletzt, zwei kamen ums Leben. Das Unfallrisiko steigt mit zunehmender Alkoholisierung rasant. Bereits bei 0,5 Promille verdoppelt sich das Risiko laut Berechnungen des VCÖ, bei 1,0 Promille ist es siebenmal höher, und bei zwei Promille sogar 35-mal höher. Vor allem nachts nimmt das Unfallaufkommen unter Alkoholeinfluss zu. Zwischen Mitternacht und 4.00 Uhr sind 40 Prozent der Verkehrsunfälle alkoholbedingt.

Aber nicht nur Alkohol ist im steirischen Straßenverkehr ein Problem. Laut Innenministerium wurden im Vorjahr 519 Lenkerinnen und Lenker wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt. So auch jener 42-jähriger Obersteirer, der am Samstag einen schweren Unfall verursachte.

Der Mann aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag war gemeinsam mit seinem dreijährigen Sohn auf dem Beifahrersitz auf der S35 in Richtung Graz unterwegs. Bei einer Linkskurve verlor der Obersteirer die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug überschlug sich mindestens einmal und landete im angrenzenden Grünstreifen auf dem Dach liegend. Der Lenker konnte sich und den Dreijährigen aus dem Wrack befreien. Beide erlitten leichte Verletzungen.

Ein im Krankenhaus durchgeführter Harntest ergab, dass der Mann unter dem Einfluss mehrerer illegaler Substanzen stand. Der Führerschein war dem Mann bereits im Vorfeld entzogen worden.