Am Samstag ist es in der Steiermark erneut zu zwei schweren Forstunfällen gekommen. In Obdach wurde ein 49-jähriger Einheimischer schwer verletzt, als er einen bereits gefällten Baum mit einer Motorsäge bearbeiten wollte. Die Rettung aus dem unwegsamen Gelände gestaltete sich äußerst schwierig.

Der Mann war in seinem eigenen Wald mit seinem Sohn (18) bei Forstarbeiten im Lauslinggraben beschäftigt. Als er den gefällten Baum mit einer Motorsäge bearbeitete, löste sich der verkeilte Stamm und traf den 49-Jährigen mit voller Wucht. Dabei erlitt er eine schwere Verletzung am Bein.

„Der Unfall ereignete sich in extrem schwierigem Gelände. Der Patient musste mittels Taubergung des Rettungshubschraubers aus seiner misslichen Lage gerettet werden“, erklärt Einsatzleiter Ewald Leitner von der Feuerwehr Obdach. Der Verletzte wurde mit einer Seilbergung durch die Crew des C17 aus dem steilen Gelände gerettet und dann ins LKH Murtal/Judenburg geflogen.

Rettung aus dem Wald mit dem Traktor

Auch im Gemeindegebiet von St. Stefan im Rosental (Bezirk Südoststeiermark) rettete die Feuerwehr am Samstagvormittag einen Mann nach einem Unfall im Wald. Zunächst aber musste erst die Unfallörtlichkeit lokalisiert werden, da sich diese in einem weitläufigen Waldgebiet befand und in der Alarmierung zuerst ein falscher Ortsteil angegeben worden war. Als das Opfer schließlich verletzt aufgefunden wurde, war es ansprechbar, berichtet die Feuerwehr. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Verletzte mit dem Traktor eines Anrainers aus dem unwegsamen Gelände gebracht und der Rettung übergeben.