Sie ist nicht nur ein Klischee. Vielmehr ist sie eine nahezu kollektive österreichische Kulturtechnik, die immer stärker um sich schlägt und sich längst selbst in unsere Sprache tiefe Wurzeln geschlagen hat. Ihr giftiges Alphabet reicht von A wie Abmaulen bis Z wie Zetern, dazwischen liegen – je nach individueller Ausprägung der negativen Energie, Einstellung und Geisteshaltung – fein nuanciert und prononciert das Granteln, Jammern, Klagen, Lamentieren, Meckern, Mosern, Motzen, Nörgeln, Quengeln, Raunzen oder Sudern. Eine Vollständigkeit des rot-weiß-roten, idiomatisch destruktiven ABC würde den Rahmen dieser Zeilen sprengen.
Pflicht zur Zuversicht
Hören wir endlich auf zu sudern!
Kommentar.
Ein Plädoyer für den Neujahrsvorsatz, das Vertrauen in sich selbst und in unser schönes Land zurückzuerobern und endlich mit dem Krankjammern aufzuhören.
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