Die Polizei bestätigte im Rahmen der Pressekonferenz, dass es neun Todesopfer durch den Schützen, einen 21-jährigen Österreicher aus dem Bezirk Graz-Umgebung: sechs weibliche, drei männliche. Zudem gibt es mindestens zwölf weitere Schwerverletzte, die genaue Zahl der Verletzten wird aber noch ermittelt. Zur Motivlage gibt es bisher keine Erkenntnisse, diese werde noch ermittelt. Der Schütze war ein ehemaliger Schüler der Schule, die er jedoch nicht abgeschlossen hatte, sagte Innenminister Gerhard Karner.

Die Pressekonferenz zum Nachschauen

Bundeskanzler Christian Stocker: „Dieser heutige Tag ist ein dunkler Tag in der Geschichte unseres Landes. Das ist eine nationale Tragödie. Es gibt keine Worte, die Trauer auszudrücken. Das Land steht im Moment des Entsetzens still. Diese Tat trifft uns alle, als Menschen, als Eltern, als Gesellschaft in diesem Land. Eine Schule ist mehr als nur ein Ort des Lernens. Es ist ein Ort der Zukunft. Dass so ein Raum von Gewaltakt erschüttert wurde, macht sprachlos. Gerade in solchen Momenten muss die Gesellschaft zusammenstehen. Eines muss heute und in Zukunft klar sein: Unsere Schulen müssen Orte des Friedens bleiben. Es wird eine dreitätige Staatstrauer geben, um 10 Uhr am Mittwoch wird eine landesweite Trauerminute abgehalten werden. Die Solidarität des gesamten Landes soll den Hinterbliebenen in diesen dunklen Stunden ein wenig Trost spenden.“

Austrian Interior minister Gerhard Karner (CL), Austrian Chancellor Christian Stocker (CR) and mayor of Graz Elke Kahr (L) attend a press conference near a school where several people died in a shooting, on June 10, 2025 in Graz, southeastern Austria. Ten people died after a suspected shooter opened fire in a southeastern Austrian school, press agency APA quoted Graz city mayor Elke Kahr as saying. Several students and at least one adult are among those killed, Kahr confirmed to APA. (Photo by Alex HALADA / AFP)
Auch die Landes- und Stadtpolitik war durch LH Kunasek und Bürgermeisterin Kahr vertreten. © AFP/Alex Halada

LH Mario Kunasek: „Die Steiermark trauert heute. Das grüne Herz weint. Es ist eine unfassbare Tragödie. Im Namen der Landesregierung darf ich mein Beileid aussprechen, meine Gedanken sind bei den Opfern. Und ich möchte auch Dank jenen aussprechen, die geholfen haben, noch Schlimmeres zu verhindern und Menschenleben retten konnten. Das Land Steiermark wird in den nächsten drei Tagen keine Veranstaltungen abhalten. Eine Schule soll ein Ort der Bildung, der Geborgenheit sein, und als Vater eines Sohnes wünsche ich mir, auch ein Ort der Sicherheit; dass wir als Eltern davon ausgehen können, dass unsere Kinder auch wieder heil nachhause kommen.“

Bildungsminister Christoph Wiederkehr: „Österreich steht unter Schock. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Schule. Keine Mutter, kein Vater kann sich vorstellen, dass das eigene Kind nach der Schule nicht nachhause kommt. Die Schule muss ein sicherer Ort sein. Heute geht es darum, zu helfen und zu trauern. Jede und jeder, der Hilfe braucht, wird diese bekommen.“

Staatssekretär Jörg Leichtfried: „Eine Nation ist in Trauer. Ein einzelner Mensch hat mit brutaler Gewalt Menschenleben ausgelöscht, Kinder und Jugendliche. Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Opfern und Hinterbliebenen dieses fürchterlichen Verbrechens. Danke an alle Einsatzkräfte. Wir werden alles daran setzen, auch die Hintergründe dieser Tat aufzuklären. Und wir werden zusammenstehen. Das sind wir den Opfern schuldig.“

Bürgermeisterin Elke Kahr: „Danke an die Einsatzorganisationen. Es ist eine fürchterliche Tragödie und ein tieftrauriger Tag. Es macht einen sprachlos. Das Wichtigste ist, dass wir zusammenstehen. Wir tun alles, um hier bestmöglich beiseite zu stehen. Die Grazer Stadtregierung kommt um 17 Uhr zusammen, um gemeinsam mit den Angehörigen und der Schule zu überlegen, wie wir die weiteren Schritte gestalten können.“