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Operation AderlassReichelt äußert sich zu Doping-Vorwürfen

Auf der Homepage des ÖSV wurde eine Stellungnahme von Hannes Reichelt veröffentlicht.

Hannes Reichelt
Hannes Reichelt © APA/HERBERT NEUBAUER
 

In einer auf der ÖSV-Website veröffentlichten Stellungnahme wies Hannes Reichelt die Vorwürfe zurück. "Ich soll unerlaubte Medikamente zu mir genommen haben, was ich nur vehement verneinen kann. So etwas tue ich nicht. Ich habe immer dafür gekämpft, dass ich meinen Sport sauber mache. Doping ist gesundheitsschädlich und auch Betrug an anderen", betonte der Salzburger. So sei er erzogen worden.

Am vergangenen Freitag seien kurz vor sieben Uhr früh Beamte vor seiner Tür gestanden. Er habe sie für Dopingkontrolleure gehalten. "Sie haben sich dann als Beamte vom Bundeskriminalamt ausgewiesen. Ich stand noch im Pyjama da. Sie haben mich gebeten mitzukommen, was ich auch tat. Dann habe ich meine Aussage gemacht. Zuerst wusste ich nicht, warum ich hier bin, erst später haben sie mich darüber informiert."

Laut Reichelt kommen die Anschuldigungen aus dem Langlaufbereich. "Von einem ehemaligen Servicemann und einem guten Freund von Johannes Dürr. Dieser Servicemann behauptet, Dopingmittel für Gerald H. besorgt zu haben, die anscheinend für mich bestimmt gewesen sein sollen. Da kann ich ganz klar sagen, dass das nicht der Fall ist. Ich hatte zu dem Servicemann keinen Kontakt und ihn nur ein Mal getroffen."

Gerald H. sei sein ehemaliger Schulkollege und ein guter Freund, sagte der Radstädter. "Seit 2005 hat Gerald für mich Trainingspläne geschrieben und in den letzten zwei Jahren haben wir auch ein paar Male zusammen trainiert. Ich kann nur sagen, dass Gerald mir gegenüber nie das Thema Doping erwähnt hat und es war auch nie ein Thema. Wenn du jedes Hustenzuckerl und alles andere auch über die NADA Plattform kontrollieren lässt, damit man ja nichts Unerlaubtes zu dir nimmst, dann sind das schon brutale Vorwürfe."

Reichelt will nun Akteneinsicht bekommen, um sich über die konkreten Vorwürfe zu informieren. "Ich kann nur für mich sagen, dass ich nie unerlaubte Mittel zu mir genommen habe. Am Freitag hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen und es ist auch für die Familie nicht einfach. Ich habe mich auf eine schöne Zeit mit der Familie gefreut und jetzt muss ich mich für etwas rechtfertigen, was ich nie gemacht habe."

Kommentare (2)

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henry2
1
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Im großen Eishockeysport (CAN, USA)

kommen die Dopingschützer gar nicht ran an die Stars. Die sagen, sonst spielen wir bei den Großturnieren nit mit - und Olympia oder WM ohne diese Nationen (bei den anderen werden vielleicht auch nicht alle nur Engel sein), das geht nit -
da kommt niemand zuschauen und vor allem das TV mit allen
Werbespots verliert viel Geld. So ist einmal die Welt - wenn die
Kassa für die diversen Macher stimmt, wird alles toleriert. Und im übrigen ist es auch so: Wenn sie einen haben wollen (vielleicht, damit's schöner aussieht und die Herrschaften von der WADA sagen können, sie seien eh immer am Mikroskop und all den anderen Untersuchungsapparaturen), dann haben sie einen - wo es aber um Freunderlwirtschaft und um viele US-Dollars geht, wird der Schwanz eingezogen.
Ob Reichelt ein Dopingsünder ist - man kann wirklich niemanden hineinschauen, auch ein nettes Gesicht und nach Wahrheit klingende Statements sind keine Gewähr für die Unschuld. Auch der Bernhard Kohl oder der Johannes Dürr haben ein nettes Gesicht und sie haben lange nix zugegeben bzw. wurden einfach dann durch die Analysen überführt.

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duesentrieb1
18
8
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Scheinheilige Welt

Es ist, wie es ist. Und wer glaubt, der Skisport (oder auch der Fußball) ist frei von Doping, der träumt auch von warmen 🍦. Da wird vertuscht, unter den Tisch gekehrt, beschützt von Präsidenten, Trainern, Ärzten. Da opfert niemand seine Helden.

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