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DopingDas Blutlabor des Doping-Arztes

In Erfurt waren modernste Geräte im Einsatz, aber Blutentnahmen erfolgten auch durch medizinisch nicht ausgebildete Personen.

Blutbeutel wurden tiefgefroren und bei minus 80 Grad gelagert © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Sie zieht weitere Kreise, die Blutspur, die bei der Operation Aderlass aufgedeckt wurde. 21 Athleten sind bisher betroffen, sie wurden im Zuge der umfangreichen Ermittlungen der Münchner Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft als Doping-Sünder enttarnt. Neue Namen wurden nicht genannt, aber so manchem Athleten, der wusste, was er tat, wird jetzt der Angstschweiß aus dem mit frischem Blut angereicherten Körper strömen.

Bei der Bekanntgabe der neuesten Erkenntnisse gewährte Oberstaatsanwalt Kai Gräber auch Einblicke in den Doping-Tatort des hauptbeschuldigten Erfurter Arztes Mark S.. Auf den Bildern sind unter anderem hochwertigste neue Geräte zur Blutbehandlung zu sehen, darunter neben der Tiefkühltrühe auch Vorrichtungen zur Blutabnahme und zum Auftauen der 500-Milliliter-Blutbeutel. "Das kann man ja nicht einfach in die Mikrowelle geben", meinte Gräber.

Laut Gräbers Ausführungen wurde das Blut auf minus 80 Grad abgekühlt, in einer Lager-Garage in Erfurt wurden rund 50 Blutbeutel sichergestellt. Details über die Zuordnung sind bisher noch nicht bekannt. Wie Gräber weiter erklärte, seien die Blutentnahmen häufig auch von Laien durchgeführt worden, von "Personen ohne medizinische Ausbildung oder pharmazeutischen Kenntnissen. Learning by doing", wie Gräber meinte. Darüber hinaus wurden hygienische Standards nicht eingehalten.

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