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Streit "aus der Welt": HSV-Profi Leistner telefoniert mit Dynamo-Fan

Toni Leistner (30) vom Hamburger SV hat sich nach seiner Attacke auf einen Zuschauer beim Pokalspiel bei Dynamo Dresden (1:4) mit dem Dynamo-Fan ausgesprochen. Zuvor hatte der attackierte Anhänger des Drittligisten die Szene aus seiner Sicht geschildert (die Szene gibt es hier im Video).

© imago images / Steffen Kuttner
 

Der HSV teilte auf Twitter ein Statement von Leistner : "Ich hatte heute Kontakt zu dem Dresden-Fan. Wir haben telefoniert und die Sache untereinander geklärt." Beide hätten ihre Fehler eingesehen: "Ich nehme seine Entschuldigung an, zwischen uns ist die Sache damit aus der Welt."

Leistner war nach dem Spiel am Montagabend auf die Tribüne gegangen, hatte den Fan am Kragen gepackt und zu Boden gestoßen. Später erklärte er, der Fan habe seine Familie "extrem und massiv unter der Gürtellinie" beleidigt: So habe dieser gerufen, er würde Leistners Frau am liebsten in den Bauch treten, damit diese eine Fehlgeburt erleide.

Gegenüber dem Online-Portal Tag24 bestritt der Dresden-Anhänger vor der Aussprache mit Leistner derartige Beschimpfungen. "Das ist definitiv nicht der Fall", betonte der Fan, der anonym bleiben wollte. Er habe lediglich "nur ein bisschen gepöbelt", es habe sich um "übliche Phrasen, die Fans nach so einem Spiel von sich geben" gehandelt: "Zu diesem Zeitpunkt war mir nicht einmal bewusst, dass das Toni Leistner sei, noch das seine Frau gerade im Krankenhaus liege und ein Kind erwarte."

Und weiter: "Wir riefen nur, das wir die Hamburger mit 4:1 gef**** hätten. Um die Familie ging es mit keinem Wort." Daraufhin habe Leistner gefordert, dass der Fan zu ihm herunterkommen solle, ehe der HSV-Verteidiger selbst die Initiative ergriff und in den Block kletterte.

Twitter

Fall Leistner: HSV-Profi droht Sperre - Fan droht Rauswurf

Von Leistners Stellungsnahme zeigte er sich der Anhänger zudem überrascht: "Am Ende hat er sich für seinen Ausraster entschuldigt, aber was ist das wert, wenn er die Tatsache so verdreht, dass ich seine Familie beleidigt hätte?"

Ein Rauswurf als Mitglied aus dem Verein drohe ihm allerdings dennoch: "Das ist völlig absurd. Entschuldigen sollten sie sich für die Sicherheits-Panne! Wie kann es sein, dass ein treuer Fan von einem Spieler angegriffen wird und es keinen interessiert?"

Aufgrund seines Aussetzers ermittelt der DFB gegen Leistner. Ihm drohen eine Geldstrafe und mehrere Spiele Sperre.

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