Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

CoronaWeiter großes Fragezeichen hinter Australian Open

Die Einreisebestimmungen nach Australien lassen im Tenniszirkus für Sorgenfalten aufkommen.

TENNIS-AUS-OPEN-PODIUM
Novak Djokovic kann sich eine Verschiebung vorstellen © APA/AFP/DAVID GRAY
 

Rund zwei Monate vor dem geplanten Beginn der Australian Open gibt es wieder neue Fragezeichen, ob das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Tennis-Saison wie geplant vom 18. bis 31. Jänner 2021 ausgetragen werden kann. Als Knackpunkt in den Diskussionen zwischen dem australischen Verband und der Regierung im Bundesstaat Victoria, in dem Melbourne liegt, erweist sich wegen der Coronavirus-Pandemie die Frage nach dem Beginn der 14-tägigen Quarantäne.

Diese müssen alle Spielerinnen und Spieler sowie ihre Betreuerteams absolvieren, bevor sie an Turnieren teilnehmen dürfen. Wie streng dies gehandhabt wird, kann man auch bei der für Eurosport arbeitenden Ex-Nummer 7, Barbara Schett-Eagle, beobachten. Die mit ihrer Familie in Australien lebende Tirolerin sitzt aktuell in einem Hotel diese Quarantäne-Zeit ab, ehe sie ihre Lieben wiedersehen darf.

Die Tennis-Organisationen ATP und WTA sowie die Veranstalter der Australian Open hatten bisher geplant, dass der komplette Tross bereits Mitte Dezember aus der ganzen Welt nach Australien reist, um sich in Quarantäne zu begeben. In dieser Zeit sollte das Training erlaubt sein, das Verlassen der Ressorts ansonsten aber nicht.

So wäre gewährleistet, dass im Vorfeld der Australian Open noch einige Vorbereitungsturniere stattfinden können, die der australische Verband komplett in den Bundesstaat Victoria verlegen will, um unnötige Reisen innerhalb Australiens zu vermeiden.

Nun will die Politik eine Einreise aus dem Ausland aber offenbar erst Anfang Jänner 2021 erlauben. Wegen der vorgeschriebenen Isolation von 14 Tagen wären so keine Turniere vor den Australian Open mehr möglich. ATP und WTA informierten die Tennisprofis in dieser Woche bereits, "dass es einige neue Herausforderungen im Zusammenhang mit den zuvor geplanten Ankunftsterminen für Spieler und Teammitglieder gibt".

Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev kann sich eine solche Variante nicht vorstellen. "Ich denke nicht, dass das eine Option ist. Das wäre wie eine Lotterie, da kannst du genauso gut eine Münze werfen", sagte der 23-Jährigen zu Spekulationen, den Spielerinnen und Spielern solle während der Quarantäne nicht einmal das Training erlaubt sein. Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic könnte sich auch eine Verlegung der Australian Open um eine Woche vorstellen. "Dann hätten wir zumindest die Möglichkeit, ein Turnier zuvor zu spielen", sagte der Serbe. Der australische Verband wollte sich bisher nicht zu den neuesten Berichten äußern.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren