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US OpenFederer nach Aus: "Fühlt sich wie verpasste Chance an"

Der Traum von seinem 21. Grand-Slam-Titel ist geplatzt: Roger Federer musste sich im Viertelfinale von Flushing Meadows dem Bulgaren Grigor Dimitrov in fünf Sätzen geschlagen geben.

Roger Federer
Roger Federer ist die Enttäuschung anzusehen © AP
 

Roger Federer ist bei den US Open völlig unerwartet im Viertelfinale ausgeschieden. Der 38-jährige Tennisprofi aus der Schweiz verlor am Dienstag (Ortszeit) in New York gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov mit 6:3,4:6,6:3,4:6,2:6. Leichtes Spiel hatte dagegen Serena Williams bei den Damen: Die US-Amerikanerin deklassierte die Chinesin Wang Qiang mit 6:1,6:0.

Federer musste sich beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison nach 3:12 Stunden geschlagen geben. Dimitrow, für den es im achten Duell mit Federer der erste Sieg war, trifft im Halbfinale am Freitag auf den Russen Daniil Medwedew, der Federers Landsmann Stan Wawrinka mit 7:6(6),6:3,3:6,6:1 besiegte und sich damit nach Novak Djokovic, Rafael Nadal und Federer als vierter Spieler für das ATP-Finale im November in London qualifizierte.

Federer mit Nackenproblemen

Im Verlauf des Spiels klagte Federer über Nackenprobleme und musste vor dem entscheidenden Satz behandelt werden. "Ich hatte gehofft, dass es dadurch etwas lockerer wird. Das war leider nicht der Fall", sagte der Schweizer, der als zweiter großer Favorit in New York scheiterte. Zuvor war bereits Djokovic im Achtelfinale gegen Wawrinka von einer Verletzung gestoppt worden.

Federer hatte im Arthur Ashe Stadium zunächst alles im Griff. Dem Rekord-Grand-Slam-Turniersieger gelang ein schnelles Break, nach nur 29 Minuten holte er sich den ersten Satz mit 6:3. Alles schien so zu laufen, wie in den bisherigen Vergleichen zwischen Federer und Dimitrow, die der Schweizer allesamt gewonnen hatte.

Aber dieses Mal ließ sich der Bulgare nicht so einfach abschütteln. Mit mutiger Spielweise brachte er den großen Favoriten, der in New York von 2004 bis 2008 triumphiert hatte, in Bedrängnis und schaffte nach insgesamt 1:07 Stunden den Satzausgleich. Doch Federer schüttelte sich nur kurz und übernahm dann wieder die Kontrolle über das Spiel. Der 20-malige Grand-Slam-Turnier-Sieger nahm seinem Gegner zwei Mal das Service ab und ging wieder mit 2:1-Sätzen in Führung.

Vier Breakbälle ungenützt

Allerdings wirkte Federer insgesamt nicht so frisch wie in der Runde zuvor, als er den Belgier David Goffin im Schnelldurchgang besiegt hatte. Gleich zu Beginn des vierten Satzes gab er seinen Aufschlag ab und lief diesem Rückstand fortan vergeblich hinterher. Beim stand von 4:5 konnte er vier Breakbälle nicht nutzen, wenig später verwandelte Dimitrow seinen ersten Satzball.

Die Entscheidung musste so im fünften Durchgang fallen. Doch zuvor verschwand Federer für einige Minuten vom Centre Court und ließ sich behandeln. Im fünften Satz war er schließlich völlig chancenlos. Dimitrow gelangen zwei schnelle Breaks, Federers Gesichtsausdruck verhieß nichts Gutes. Mit dem ersten Matchball machte Dimitrow die große Überraschung perfekt.

Das Aus war natürlich ein harter Schlag. "Es fühlt sich wie eine verpasste Chance an", zeigte sich Federer sehr enttäuscht. "Denn in den letzten beiden Partien hatte ich sehr gut gespielt. Und wenn ich gewonnen hätte, hätte ich zwei Tage Pause gehabt."

Damit kommt es in New York wieder nicht zum Duell mit Rafael Nadal, die dort noch nie aufeinandergetroffen sind. Ob er mit mehr als 38 Jahren noch eine Chance auf seinen 21. Titel bekommt? "Ich habe keine Kristallkugel", sagte Federer. "Ich hoffe es schon, denn das ist ja bisher eine positive Saison."

Für die 37-Jährige Williams lebt hingegen der Traum vom 24. Grand-Slam-Titel weiter. Gegen Wang Qiang vollbrachte sie ihren insgesamt bereits 100. Sieg bei den US Open. Nur ihre Landsfrau Chris Evert hat in Flushing Meadows mehr Partien gewonnen (101). Williams benötigte gerade einmal 44 Minuten für ihren Erfolg. "Ich habe nie gedacht, dass ich 100 erreichen werde", sagte Williams nach der Partie. "Es ist so besonders." Im Kampf um den Finaleinzug trifft sie nun am Donnerstag auf die Ukrainerin Elina Switolina.

Kommentare (3)

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BernddasBrot
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Der Zahn der Zeit..

trotzdem er bleibt ein ganz Großer im Tennis......

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aToluna
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Der Zahn der Zeit..

Was hat das Alter mit einer Nackenverletzung zu tun? Federer ist mit seinem Alter körperlich besser beisammen wie so mancher junger Spieler.

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SagServus
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Federer ist mit seinem Alter körperlich besser beisammen wie so mancher junger Spieler.

Das ändert aber halt auch nichts daran, dass man im Alter anfälliger für solche Weh-Wechen wird.

Federer ist sicher eine Ausnahme was Fitness in dem Alter betrifft und es ist sicher unwiderlegbar, dass es kaum Spieler gibt die mit 38 noch so ein Wimbledon Finale über 5 Sätze spielen können, wie er es vor ein paar Monaten getan hat.

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