Red Bull X-AlpsZwölf Tage laufen, gehen und fliegen

Am Sonntag startet in Salzburg der Red Bull X-Alps. Chrigel Maurer (SUI) ist der Favorit. Die Steirer Thomas Friedrich, Simon Oberrauner und Paul Guschlbauer aussichtsreiche Jäger.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Red Bull X-Alps 2021
© red bull content pool
 

Laufen – Fliegen – Speedhiking – Fliegen – Bergsteigen – Fliegen. Und wenig Schlaf. Das sind die Zutaten der Red Bull X-Alps, einem Etappenrennen in Lauf- und Bergschuhen und mit Paragleitschirm. Die Route führt von Salzburg westwärts über den gesamten Alpenbogen bis zum Wendepunkt nahe des Genfer Sees und wieder zurück nach Zell am See. Binnen zwölf Tagen wollen die Besten diese 1238 Kilometer-Distanz hinter sich bringen. Genaue Route durch die Bergwelt gibt es nicht, aber Kontrollpunkte, die einer nach dem anderen angesteuert und passiert werden müssen.

Die Strecke dazwischen suchen sich die Starter selbst, optimiert für möglichst gut gelegene Startplätze, die lange Flugdistanzen möglich machen. Dafür müssen sie ihre Ausrüstung immer selbst tragen – alles in allem rund zwölf Kilogramm schwer. „Wichtig ist ein guter Plan B, auf den sofort zurückgegriffen werden kann, wenn A nicht funktioniert“, erklärt Chrigel Maurer seine Herangehensweise. Der Schweizer gilt diesbezüglich als besonders penibel. Er ist der große Gejagte. Er hat die letzten sechs Auflagen nicht nur gewonnen, sondern dominiert.

Der neuen Streckenführung geschuldet, hat er seine Vorbereitung umgestellt. „Ich habe gezielt lange Walking-Distanzen mit Rucksack absolviert.“ Insgesamt hat Maurer 200.000 Höhenmeter auf dem Rad, laufend oder bergsteigend in den Beinen. Unter den Jägern Maurers: drei Österreicher, allesamt Steirer. Zum engeren Favoritenkreis gehört Paul Guschlbauer. Außenseiterchancen räumt man Simon Oberrauner ein.
Das erste Mal mit dabei ist der Grazer Thomas Friedrich – beim Prolog gleich Dritter (siehe links). „Zwischen den Turnpoints tauchen viele Faktoren auf, die schnelle und vor allem richtige Entscheidungen erfordern“, sagt Friedrich: „Da muss man sich auf sein Können, seinen Körper und ein stabiles Mindset verlassen können.“

Geschlafen wird selten mehr als fünf Stunden, getrunken während der Etappen bis zu neun Liter, so Maurer. Das Ziel des Rennens lag bisher immer in Monaco. Heuer geht es auf neuer Strecke von Salzburg über die Zugspitze, den Aletschgletscher in der Schweiz zum Genfer See und Mont Blanc und von dort wieder zurück Richtung Osten über Südtirol nach Zell am See.

Start in Salzburg ist mit einem fünf Kilometer Berglauf auf den Gaisberg – dort wartet die erste lange Flugstrecke.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!