Der 22-Jährige sorgte für die erst zweite ÖRV-Medaille in den seit 1996 ausgetragenen WM-Straßenrennen der U23-Klasse, Gerrit Glomser hatte 1997 ebenfalls Bronze geholt. Schrettl setzte sich am Freitag in Kigali im Kampf um den dritten Platz in einem der letzten Anstiege entscheidend vom Spanier Hector Alvarez und Mateusz Gajdulewicz aus Polen ab.

Silver medallist Swiss rider Jan Huber (L), gold medallist Italian rider Lorenzo Mark Finn (C) and bronze medallist Austrian rider Marco Schrettl (R) pose on the podium following the men's U23 road race cycling event during the UCI 2025 Road World Championships, in Kigali, on September 26, 2025. (Photo by Anne-Christine POUJOULAT / AFP)
Das Siegerpodest: Jan Huber, Lorenzo Mark Finn und Marco Schrettl © AFP/Anne-christine Poujoulat

Silber ging 42 Sekunden vor Schrettl an den Schweizer Jan Huber. Den Titel sicherte sich mit einer halben Minute Vorsprung auf Huber der erst 18-jährige Italiener Lorenzo Finn, der 2024 bereits Junioren-WM-Gold geholt hatte. Schrettl waren heuer für das Tiroler KTM-Team zwei Siege und weitere Spitzenplätze bei internationalen Nachwuchsrennen gelungen. Im WM-Bewerb waren nach einer Regeländerung keine Fahrer am Start, die bei World- oder Pro-Teams unter Vertrag stehen. Im Juniorenbereich hatten für den ÖRV zuletzt Laura Stigger 2018 in Innsbruck und Felix Gall 2015 in Richmond jeweils Gold gewonnen.