Vor zwei Wochen noch hat Karin Strametz perspektivisch vom nationalen Rekord geträumt. Beate Taylor – damals noch Schrott – war 2012 in Luzern die 100 Meter Hürden in 12,82 Sekunden gelaufen, schneller war noch nie eine Österreicherin gewesen. „Ich traue mir eine niedrige 80er-Zeit zu“, hatte die Leibnitzerin, die in der Südstadt trainiert, aber gemeint. Zwei Wochen später bestätigt sie beim Liese-Prokop-Memorial ihre fantastische Form – und ihre Vorahnung: Sie gewann das Meeting in 12,81 Sekunden. Der 13 Jahre alte Rekord von Beate Taylor ist Geschichte, die Niederösterreicherin, die gemeinsam mit ihrem Mann Christian Taylor die sportliche Leitung des österreichischen Leichtathletik-Verbandes innehat, freute das auch selbst, wie die innige Umarmung im Ziel zeigte. „Sie hat gesagt, dass sie froh ist, nicht mehr um ihren Rekord zittern zu müssen“, sagt Strametz.
Liese-Prokop-Memorial
Rekord und WM-Limit für steirische Leichtathleten
Karin Strametz ist in 12,81 Sekunden zu österreichischem Rekord über 100 Meter Hürden gesprintet. Enzo Diessl hat mit 13,20 Sekunden die direkte Qualifikation für die WM in Tokio geschafft.
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