Es war ein körperlich betonter und hochspannender Schlagabtausch, den sich Kapfenberg in Oberwart mit dem Meister geliefert hat. Für Zaubereinlagen stand im Spitzenspiel der Platzierungsrunde in der Superliga auch zu viel auf dem Spiel. Daher prägten auch Fouls die Partie deutlich mit, in der sich kein Team absetzen konnte. Mit dem versenkten „Dreier“ 45 Sekunden vor dem Ende sorgte Taye Fields für einen Fünf-Punkte-Vorsprung der Bullen, die wenig später einen 77:72 (40:39) Sieg feierten. Es war der elfte Liga-Erfolg der Kapfenberger in Serie, die damit für eine Vorentscheidung im Rennen um Platz eins vor den Play-offs herbeigeführt haben. Bei noch fünf Spielen liegen sie sechs Punkte vor Oberwart. „Das war ein richtig hartes Spiel mit vielen Emotionen“, sagt Topscorer Andrew Jones, „es war ein richtig guter Test für das Play-off und wir lernen, wie wir über 40 Minuten zusammen spielen.“

Graz hat gegen schwach besetzte Wiener, die nur zwei Profis der eigentlichen Kampfmannschaft neben jungen Spielern im Kader hatten, die Pflicht mit dem 115:79 (60:34) erfüllt. „Ein bisschen eine Kür war aber auch dabei“, sagt UBSC-Manager Michael Fuchs: „Im letzten Viertel haben an der Seite von Chase Paar nur heimische Spieler gespielt und sie haben das mit 31:29 sehr gut gemacht.“ Kommenden Samstag steigt in Graz das Derby gegen Kapfenberg.