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Ex-GeschäftsführerTeam-WM, Einheitsautos! So würde Ecclestone die Formel 1 reformieren

Bernie Ecclestone hat seine eigenen Vorschläge unterbreitet, wie die Formel 1 wieder spannender werden könnte.

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone © APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC
 

Der Brite äußerte seine Ideen im TV-Sender ESPN und schreckte wie schon früher vor ungewöhnlichen Ideen nicht zurück. "Zuerst würde ich mit den Teams nicht reden. Das ist, als hätte man ein Komitee, und das brauchst du nicht, wenn du solche Entscheidungen triffst", sagte Bernie Ecclestone.

Er würde neben der Fahrer- und der Konstrukteurs- eine dritte WM-Kategorie einführen: die Team-Weltmeisterschaft. Diese wäre für alle Teams, die nicht selbst als Hersteller auftreten wollen. Dafür würde der mittlerweile 88-jährige Ex-Geschäftsführer der Formel 1 ein Einheitsauto zur Verfügung stellen. Die Motoren der Wagen müssten eine Saison halten, ein weiter soll nur als Ersatz zur Verfügung steht.

"Wenn du mit einem Team starten willst: Hier ist deine Chance. Ich gebe dir ein komplettes Auto und einen Ersatzmotor. Und ich gebe dir 30 Millionen Dollar (26,34 Mio. Euro) im Jahr", sagte Ecclestone. So könne man auch den "Unsinn" mit einer Kostendeckelung vergessen. Es wäre auch möglich, nur ein Auto pro Team ins Rennen zu schicken.

Die Leute würden dann fragen, wie man so Ferrari schlagen könne. Auch dafür hat Ecclestone Lösungen parat: Nachtanken, ein zweiter Reifensatz, obwohl es eigentlich nur einen geben soll. Zudem könne man die Autos der Konstrukteure ja auch ein bisschen schwerer machen. "So findet man schnell zwei Sekunden", meinte Ecclestone, der Anfang 2017 als kommerzieller Chef der Formel 1 vom neuen Besitzer Liberty Media abgesetzt worden war.

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exilgrazer
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Einheitsautos,

wie in der Formel E (welche eh viel spannender wie die Formel 1 ist) sind schon lange überfällig!

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scionescio
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Was langweiligeres als die Formel E muss man sich erst einmal ausdenken ...

... wie soll Spannung aufkommen, wenn die mehr oder weniger um den Kurs schleichen - auf den kurzen Geraden kaum 200km/h (damit die Akkus durchhalten und nicht gleich leer sind) und in den Kurven stehen sie fast (verglichen mit der Formel 1) - da ist ja selbst im Renault Clio Cup noch mehr Dynamik drinnen ;-)

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exilgrazer
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Geschwindigkeit alleine macht noch keine Spannung.

So viele verschiedene Sieger wie in der Formel E gibt es in der Formel 1 nicht in 10 Jahren. Auch die Manöver sind spektakulärer und das Regelwerk nicht so kleinkariert wie in der Formel 1. Die Formel 1 taugt doch nur als Schlafmittel.

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scionescio
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ich bin von einem Kunden im April nach Paris zum Formel E Rennen eingeladen worden ...

... die ganze Stimmung im Vergleich zur Formel 1 war trist, das Regelwerk mit Attack-Mode & Co. absolut unübersichtlich, die Manöver bei den lahmen Geschwindigkeiten waren ähnlich der Rushour im Pariser Stadtverkehr und damit nicht wirklich sonderlich aufregend - Wheel-banging bei 250km/h ist halt doch etwas anderes als bei 40km/h.
Der Sound war einfach peinlich und die durch die Akkus überschweren Autos wirken einfach behäbig - man hatte fast das Gefühl, dass man mit einem M3 da locker mitfahren könnte ... dieser Gedanke ist mir bei einem Formel 1 Rennen noch nie gekommen.
Die Formel E mag ihre Berechtigung haben und ihre Anhänger finden - als Ersatz für die Formel 1 ist sie aber absolut untauglich ... weil Geschwindigkeit natürlich zählt - mit 40km/h finde selbst ich auf so ziemlich jedem Kurs die Ideallinie ;-)

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