Es sind gewisse Momente im Leben, die im Innersten bewusst oder unbewusst verankert bleiben, oft sogar ewig bleiben – egal ob es positive, negative oder prägende sind. Ex-Skirennläufer Christian Mayer verbindet mit Kranjska Gora allerdings nicht nur zwei Siege, sondern eben auch ein ganz spezielles Erlebnis, das er wohl nie mehr vergessen wird: „Damals hat Alberto Tomba neun Rennen, Riesentorlauf und Slalom, hintereinander gewonnen, und Kranjska war das zehnte. Ich kann mich noch erinnern, dass sie eine Steintafel mit den zehn Geboten für ihn vorbereitet haben. Ich habe da geführt und war relativ klar vorne und bin dann aber beim letzten Tor ausgeschieden. Ich wollte das unbedingt gewinnen, weil ich dachte, der bekommt diese Tafel nicht, aber daraus wurde dann leider doch nichts. Ich wäre damals der einzige gewesen, der Tomba geschlagen hätte, hab ich nur leider nicht“, erinnert sich der Finkensteiner detailgenau an diesen einen Tag zurück. „Am letzten Tor auszuscheiden ist zach, es ist wie wenn man beim ersten Tor weg ist. An die 14 Tage hat es schon gedauert, dass ich mich nicht mehr darüber aufgeregt habe“, erzählt Mayer und schlug dafür das Jahr darauf zurück.