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ReaktionDer Vorstand des GAK appelliert an seine Fans

Der GAK-Vorstand äußerte sich zum Vorfall beim Spiel gegen Hertha Wels.

GAK vs. Hertha Wels
GAK vs. Hertha Wels © Richard Purgstaller
 

Nachdem beim Regionalliga-Spiel zwischen dem GAK und Hertha Wels ein Anhänger der Grazer auf einen gegnerischen Spieler losgegangen war und das Spiel abgebrochen werden musste, äußerte sich nun der Vorstand des Grazer AK zum Vorfall.

Nachdem am Mittwoch-Vormittag bekannt wurde, dass die Entscheidung des Strafausschusses über eine Strafe für die Rotjacken vertagt wurde, gab der GAK-Vorstand unter anderem bekannt, dass man künftig den Ordnerdienst weiter verstärken werde. Zudem appellierte die Vereinsführung an die eigenen Fans und berichtet von einer "negativen Grundstimmung".

Der Brief im Wortlaut:

Der Brief des GAK-Vorstands

Liebe Mitglieder, liebe Fans,

nach dem unentschuldbaren Vorfall beim Meisterschaftsspiel gegen Hertha Wels sind nun einige Tage vergangen. Wir möchten den heutigen Tag, den Tag vor unserem Cup-Achtelfinalspiel nutzen, um über die aktuellen Entwicklungen zu berichten und auch einige Themen anzusprechen.

Eines vorweg: Die Entscheidung des Strafsenats wurde vertagt; es ist noch nicht absehbar, wann es zu einem Urteil kommen wird. Über Details zum Verfahren werden wir daher derzeit keine Auskunft geben.

Bereits am Sonntag hat sich der Anwalt jenes Zuschauers bei uns gemeldet, der durch seine unbegreifliche Aktion dieses Desaster verschuldet hat. Sein Mandant, der bisher durch keinerlei Gewalttätigkeit aufgefallen ist und zum Tatzeitunkt auch nicht alkoholisiert war, kann sich sein Verhalten selbst nicht erklären. Er hat zugesichert, zumindest den finanziellen Schaden abzudecken. Dem GAK 1902 bleibt so zumindest der lange und aufreibende Weg eines Zivilrechtsprozesses erspart.

Als erste Konsequenz wird nun der Ordnerdienst weiter verstärkt. Wir werden zusätzliche Ordner einsetzen, deren Aufgabe wird es sein, die Fans auf der Osttribüne im Blick zu behalten und bei etwaigen Fehlverhalten sofort einzugreifen.

Manch einer mag sich gewundert haben, als er erfuhr, dass nicht etwa ein Fan der „Kurve“ für diesen Skandal verantwortlich ist, sondern der Inhaber eines Sitzplatzabos. Ganz ehrlich: Uns wundert es nicht! Seit einiger Zeit beobachten wir eine Entwicklung auf beiden Längsseiten, die Anlass zur Sorge gibt. Für einige Personen scheint das pausenlose Beschimpfen von Gegner und Schiedsrichterteam eine Art "heilige Pflicht" darzustellen. Anders ist der Eifer und die Konsequenz,  mit denen dies betrieben wird, nicht zu erklären.

Dieses Verhalten beschränkt sich übrigens nicht "nur" auf die Gegner und die Schiedsrichterteams. Auch unsere eigene Mannschaft kann ein – trauriges – Lied davon singen.

Diese uns unverständliche negative Grundstimmung scheint uns ein guter Nährboden für solche kopflosen und vereinsschädigenden Handlungen, wie jene im Rahmen des zuletzt abgebrochenen Heimspiels, zu sein. Handlungen, welche das sonst so stabile Grundgerüst unseres Vereines massiv ins Wanken geraten lassen. Daher möchten wir Euch allen mit größter Wertschätzung jedem Einzelnen gegenüber folgende Bitte ans Herz legen:

Unterstützt unsere Mannschaft 90 Minuten mit vollem Einsatz, aber bleibt dabei immer positiv und sportlich fair – unsere Elf wird es Euch mit noch besserer Motivation, mit noch besseren Leistungen und noch besseren Ergebnissen mehr als danken!

An die "Kurve": So vorbildlich Euer Verhalten im Stadion ist, so großartig Ihr unsere Mannschaft unterstützt, so grenzwertig bis katastrophal war das Verhalten einiger Personen aus der "Kurve" nach dem Spielabbruch. Für die Sicherheit im Stadion ist die Security verantwortlich; für das Feststellen und Ahnden von Vergehen die Exekutive und die Justiz. Den Szenen nach dem letzten Spiel verdanken wir das morgige Polizeiaufgebot und auch die damit verbundenen Kosten!

An unsere Mannschaft: Egal, wie das morgige Spiel nun ausgehen mag – Ihr habt schon gewonnen! Nur vier Monate nach dem Meistertitel in der Landesliga steht Ihr nun im Achtelfinale des UNIQA ÖFB-Cup. Das ist mehr, als wir uns erträumen durften. Und dafür möchten wir Euch danken!

Der Vorstand des GAK 1902

Kommentare (1)
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schteirischprovessa
0
7
Lesenswert?

Sollte die Strafverifizierung der Unterschied sein, ob der GAK

aufsteigt oder nicht, ist der Schaden wohl bedeutend größer als eine vom Strafsenat ausgesprochene Strafe. Es ist zu hoffen, dass jene Fans, die für Randale, aber auch für das Beschimpfen von Gegner, Schiris und eigenen Spielern verantwortlich sind, daraus lernen und dies einstellen. Das hat mit Sport nichts zu tun und wer unbedingt Frustabbau benötigt, sollte das nicht in einem Fußballstadion tun, weder beim GAK, noch bei Sturm oder Rapid oder einem anderen Verein.