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WAC

Friesachers Blitzaufstieg in die Bundesliga

WAC-Torwart Max Friesacher gibt wegen der Sperre von Einser-Goalie Christian Dobnik am Samstag sein Debüt in der Bundesliga. "Dafür trainiere ich ja."

© GEPA
 

Er wusste in der Sekunde Bescheid. Als Christian Dobnik gelb sah, sprang die Ampel für Max Friesacher auf grün. Der Ersatztorhüter muss am kommenden Samstag im Heimspiel gegen die Admira einspringen für den Mann, der für viele Punkte des WAC in der ersten Bundesliga-Saison verantwortlich zeichnete. "Das ist für mich schon eine große Freude", meinte der 22-jährige Lavanttaler aus Bad St. Leonhard, der nun quasi als Torhüter der Amateure von der Kärntner Liga gleich direkt in die Bundesliga aufsteigt. "Dafür trainiere ich. Ich bin in jedem Spiel zu 100 Prozent auf einen Einsatz vorbereitet, falls was passiert", zeigt Friesacher gleich seine professionelle Einstellung. "Das wird sicher kein Problem", ermunterte ihn unmittelbar nach dem 0:0 gegen Rapid auch sein Trainer Nenad Bjelica.

Friesacher erhält nun seine Chance, auf die der vor Kurzem aus disziplinären Gründen entlassene Marco Knaller vergebens gewartet hatte. "Ich bereue nicht, dass es so gekommen ist. Knaller hat nicht die nötige Geduld gehabt", sagt Bjelica. "Er wird seit drei Jahren auf diesen Schritt vorbereitet, ich habe volles Vertrauen in Friesacher", sagt Bjelica.

Dabei hat Dobnik mit seiner Top-Leistung gegen Rapid neuerlich Teamreife bewiesen. Bjelica glaubt, dass sich durch die Personalrochade in der Nationalmannschaft die Chance für seinen Schützling erhöht hat. Franz Wohlfahrt hat Otto Konrad als Tormanntrainer abgelöst und der Kärntner, glaubt Bjelica, "hält viel von Dobnik".

Friesacher blieb übrigens am Sonntag bei den Amateuren auf der Bank, um seinen Einsatz am Samstag nicht zu gefährden. Sein Ersatzmann im Match gegen die Admira wird der erst 16-jährige Marko Soldo sein.

Die ganze Konzentration gilt nun den letzten drei Runden, um den Platz für die Europa League tatsächlich zu holen. "Jetzt brauchen wir die volle Unterstützung der Fans", appelliert Bjelica an die Zuschauer, vollzählig zu den letzten zwei Heimspielen gegen die Admira und am 26. Mai gegen Wacker Innsbruck zu erscheinen. "Wir wollen diese Chance nützen, aber wir lassen uns nicht verrückt machen", so der Trainer.

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