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Europa LeagueSalzburg holte bei Sociedad in der Nachspielzeit ein 2:2

Mit der letzten Aktion des Spiels konnte Takumi Minamino für Red Bull Salzburg im Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinales gegen Real Sociedad den Ausgleich erzielen. Das Rückspiel findet nächste Woche statt.

SOCCER - EL, Sociedad vs RBS
Minamino traf in der Nachspielzeit zum umjubelten Ausgleich © AP
 

Die Türe zum Achtelfinale der Europa League ist für Österreichs Meister Salzburg weit offen. Am Donnerstag holten die "Bullen" dank eines Tores des eingewechselten Takumi Minamino in der 93. Minute ein 2:2-(1:0)-Remis bei Real Sociedad. Den in der Gruppenphase ungeschlagen gebliebenen Salzburgern würde nun im Rückspiel am 22. Februar schon ein Unentschieden mit weniger als zwei Gegentoren reichen.

Salzburg ging in der 27. Minute durch ein Eigentor von Mikel Oyarzabal in Führung, 30 Spielminuten später traf Alvaro Odriozola nach schöner Einzelleistung zum nicht unverdienten Ausgleich. Die Spanier hatten danach zwar klare Vorteile, erzielten mit einem von Adnan Januzaj (80.) durch die Mauer verwandelten Freistoß dennoch ein eher billiges Gegentor. Minamino schloss kurz vor Schluss einen schönen Angriff zum Ausgleich ab.

Salzburg kam gut in Schwung

In der Anfangsphase im Estadio Anoeta zeigten die Gastgeber mehr Schwung im Spiel nach vorne. Die beste Chance verzeichnete in der 12. Minute Xabi Prieto, der nach Flanke des auffälligen Rechtsverteidigers Odriozola zu zentral auf Torhüter Alexander Walke köpfelte. Salzburg wurde nach einer Viertelstunde zunächst in Person von Hwang Hee-chan gefährlich, der halbrechts in den Strafraum dribbelte, mit seinem für Munas Dabbur gedachten Pass jedoch das Bein eines Verteidigers traf. Wenig später bekam Andre Ramalho im Duell mit Goalie Geronimo Rulli die Kugel nicht unter Kontrolle.

Europa League: Die besten Bilder des Spiels

Durch den Treffer von Minamino in der 93. Minute schaffte Red Bull Salzburg bei Real Sociedad noch ein 2:2.

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Salzburg-Coach Marco Rose ist seit 27. August mit seiner Mannschaft in allen Bewerben ungeschlagen

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Bei der ersten Salzburger Ecke griff der Argentinier jedoch daneben, so sprang der Ball vom Kopf des arglosen Oyarzabal via Innenstange über die Linie. Danach hatten die Gäste, die ohne den an der Hüfte verletzten Valon Berisha angereist waren, den Gegner für die verbleibende Zeit in der ersten Hälfte weitgehend unter Kontrolle. Einzig in der 38. Minute mussten Walke und Stefan Lainer bei einer Real-Doppelchance klärend eingreifen.

Fragwürdiger Zweikampf

Mit neuer Energie suchten die Spanier nach dem Seitenwechsel den schnellen Ausgleich. Das klappte auch in der 57. Minute dank Odriozola, der sich unter anderem gegen Andreas Ulmer, dem er den Ball durch die Beine spielte, durchsetzte und eiskalt ins kurze Eck abschloss. Die Situation wurde allerdings von einem fragwürdigem Zweikampf eingeleitet, der auch mit einem Foulpfiff gegen Real Sociedad enden hätte können. Auf der anderen Seite hatte zuvor Rulli einen Dabbur-Schuss (53.) zum Eckball abgewehrt.

Stimmen

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Wir wussten, dass es hier heute eine schwere Partie wird, wo wir viel investieren müssen, ans Limit gehen müssen, und das haben wir auch gemacht. Wir waren am Anfang nicht mutig genug gegen den Ball. Gegen so einen Gegner muss man mit Überzeugung ins Pressing gehen, das haben wir am Anfang nicht so gut gemacht. Dann sind wir durch einen Standard in Führung gegangen. Die Jungs glauben an sich, sie wollen hier ein besseres Ergebnis noch haben. Insgesamt finde ich es nicht unverdient, obwohl San Sebastian hinten raus noch einmal Druck gemacht hat. Die Chancen sind relativ ausgeglichen. Wir haben gesehen, dass es eine enge Kiste ist, aber wir wollen diese enge Kiste für uns biegen."

Alexander Walke (Salzburg-Torhüter und -Kapitän): "Wir sind mit dem 1:0 glücklich in Führung gegangen, auch wenn wir die eine oder andere Möglichkeit hatten. Aber man sieht, dass man gegen so eine Mannschaft, die so spielstark ist, alles rausholen muss. Deshalb Riesenkompliment an die Truppe. Sicherlich gibt das Ergebnis Selbstvertrauen. Wir müssen auch ein bisserl aufpassen. Es steht jetzt 2:2. Für uns war es ein erfolgreicher Abend, im Rückspiel müssen wir aber das ein oder andere besser machen. Die Ausgangslage ist ok. Diese Mannschaft ist extrem gefährlich. Es steht 2:2 bei Halbzeit, nicht mehr und nicht weniger."

Andre Ramalho (Salzburg-Verteidiger): "Das war wirklich ein sehr, sehr gutes Ergebnis für uns. Wir haben das ganze Spiel gekämpft. Wir wussten, es wird ein schwieriges Spiel. Wir bekamen leider das 1:1 und 2:1 durch Situationen, die man vermeiden kann. Aber wir haben super gekämpft. Der Ausgleich zeigt, welchen Charakter die Mannschaft hat. Das war wirklich nur das erste Spiel. Es war nur die erste Halbzeit, zuhause sollen wir versuchen, das Spiel zu gewinnen."

Der Vertreter aus der spanischen Primera Division erhöhte anschließend noch einmal den Druck. Der zur Pause eingewechselte Belgier Januzaj traf zunächst mit einem Kopfball in der 72. Minute die Latte, sein Freistoß kurz darauf passte genau durch eine Lücke in der Salzburger Mauer ins kurze Eck. Walke sah den Ball wohl zu spät und konnte nicht mehr reagieren.

"Joker" Minamino zeigte aber schon mit einem Distanzschuss in der 82. Minute, der nur knapp das Tor verfehlte, dass er noch Kraft hatte. Am Ende drückte der Japaner den Ball nach Zuspiel des aufgerückten Lainer aus wenigen Metern über die Linie und verhinderte die erst zweite Niederlage in der Trainer-Ära von Marco Rose. Am 27. August hatten die Salzburger bei Sturm Graz 0:1 verloren - seit damals ist man in allen Bewerben ungeschlagen.

Kommentare (1)
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Lodengrün
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Chapeau

das war wirklich überzeugend. Beide Tore die man bekommen hat waren unnötig. Der Charakter den Salzburg danach an den Tag legte hat gesiegt. Auch als Steirer ist man von dieser Mannschaft angetan.