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Deutsche BundesligaMüller-Ärger bei den Bayern, Trainer-Diskussion bei Dortmund

In der Deutschen Bundesliga herrscht ein Gedränge um die Spitzenplätze. Bei Bayern und Dortmund läuft nicht alles friktionsfrei ab.

Thomas Müller
Thomas Müller sorgte bei den Bayern für Diskussionen © APA/AFP/CHRISTOF STACHE
 

Die deutsche Fußball-Bundesliga ist aus der Länderspiel-Pause zurück. Die übliche Hierarchie im Oberhaus ist vor dem 8. Spieltag etwas durcheinandergeraten. Beim FC Bayern und Borussia Dortmund müssen die Trainer wieder Probleme lösen. Die DFB-Sportrichter indes werden beim Torjubel wohl besonders genau hinschauen.

Die Spitze der Liga wirkt ausgeglichen wie lange nicht. Dass Borussia Mönchengladbach als Tabellenführer aus der Länderspiel-Pause kommt, der VfL Wolfsburg der erste Verfolger ist und der SC Freiburg als Vierter auf einem Champions-League-Platz liegt - das hätten vor der Saison wohl die wenigsten erwartet. Die ersten sieben Teams trennten vor der Partie von Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen am Freitagabend nur zwei Punkte.

Die üblichen Verdächtigen für die beiden Spitzenplätze - Bayern München und Dortmund - sind derzeit eher mit sich selbst beschäftigt. So steht bei den Bayern vor dem Gastspiel in Augsburg am Samstag (15.30 Uhr) das gereizte Klima zwischen Thomas Müller und Trainer Niko Kovac im Vordergrund. Dabei soll der Zwist schon beigelegt sein.

Kovac hat "einen Fehler" eingeräumt, nachdem er den Weltmeister von 2014 mit einer lapidaren Aussage zum Reservisten degradiert hatte. Doch der Ärger könnte schnell wieder aufflammen, wenn der Coach auch in Augsburg auf Müller verzichtet. Der 30-Jährige genießt als Vorzeige-Bayer einen besonderen Stellenwert beim Club von ÖFB-Profi David Alaba und bei den Fans. Zuletzt wurde schon über Wechselgedanken bei Müller spekuliert.

Bei Dortmund wird es für Trainer Lucien Favre langsam ungemütlich. Dreimal verspielte der BVB zuletzt Siege, kam jeweils nur zu einem 2:2 und rutschte auf Platz acht ab. Nun wird die Titelreife des selbst ernannten Meisterschaftskandidaten angezweifelt.

Dass Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke rund um das Erscheinen seiner Biografie wieder auffallend über die Erfolgsjahre mit Trainer Jürgen Klopp schwärmte, stärkte die Position von Tüftler Favre eher nicht. Das Topspiel am Samstag (18.30) gegen Spitzenreiter Gladbach ist nun der Auftakt für sieben schwere Spiele in drei Wochen. "Das ist ein sehr schönes Programm. Ich finde das gut", versicherte Favre.

Im Blickpunkt werden am Wochenende speziell auch Jubelszenen stehen. Im deutschen Amateur-Fußball gab es bereits erste Nachahmer des umstrittenen Salut-Jubels türkischer Nationalspieler. Der militärische Gruß gilt den türkischen Soldaten im Kriegseinsatz gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien, der international scharf kritisiert wird.

Bundesligisten wie Fortuna Düsseldorf, Schalke 04 oder Mainz 05 haben vor dem Spieltag das Gespräch mit ihren türkischstämmigen Profis gesucht, um diese zu sensibilisieren. Der DFB droht Spielern bei politischen Aktionen auf dem Rasen mit Sanktionen von der Verwarnung bis hin zur Sperre.

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