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Gruppenphase fixSalzburgs Champions-League-Traum geht endlich in Erfüllung

Salzburg steht seit dem Red-Bull-Einstieg 2006 erstmals in der Gruppenphase der Champions League. Damit erklingt seit der Saison 2013/14 wieder einmal die Champions-League-Hymne in einem Stadion in Österreich.

Andre Ramalho jubelt auch über die Qualifikation für die Champions League
© GEPA pictures
 

Der lange ersehnte Traum geht endlich in Erfüllung: Double-Sieger Salzburg wird kommende Saison erstmals in der Red-Bull-Ära in der Fußball-Champions-League vertreten sein. Die "Bullen" konnten am Sonntag in der Halbzeitpause des 2:1-Siegs in der 30. Bundesliga-Runde gegen den LASK jubeln, da sich Champions-League-Finalist Tottenham in der englischen Liga endgültig Rang vier sicherte.

Salzburg hätte nur in der Quali antreten müssen, wenn sich der Champions-League-Sieger nicht über die nationale Meisterschaft für die kommende Saison der "Königsklasse" qualifiziert hätte. Der zweite Champions-League-Finalist Liverpool wurde in England Vizemeister. "Es ist eine tolle Geschichte. Wir haben uns das hart erarbeitet über die Meisterschaft und über die guten Auftritte in der Europa League in den letzten Jahren", sagte Salzburg-Trainer Marco Rose. Durch seinen Abgang zum deutschen Bundesligisten Mönchengladbach nach Saisonende kann mit seinem Nachfolger Jesse Marsch ein anderer die Früchte ernten. Wehmut war beim Deutschen aber keine dabei. "Ich habe bewusst eine Entscheidung getroffen", betonte Rose.

Zum Durchklicken: Die Österreicher in der Champions League

FUSSBALL - CL, Ajax vs Salzburg

1994/95 SV Salzburg - als Gruppendritter hinter Ajax Amsterdam und AC Milan sowie vor AEK Athen out (1 Sieg, 3 Remis, 2 Niederlagen)

(c) Wolfgang Grosz

Champions League, Juventus Turin vs Rapid Wien

1996/97 Rapid Wien - als Gruppenletzter hinter Juventus Turin, Manchester United und Fenerbahce Istanbul out (2 Remis, 4 Niederlagen)

(c) Hans Punz

Champions League, SK Sturm Graz vs Real Madrid

1998/99 Sturm Graz - als Gruppenletzter hinter Inter Mailand, Real Madrid und Spartak Moskau out (1 Remis, 5 Niederlagen)

(c) Guenter Floeck

UEFA Champions League, Sturm Graz vs Olympique Marseille

1999/2000 Sturm Graz - als Gruppendritter hinter Manchester United und Olympique Marseille sowie vor Dinamo Zagreb in den UEFA-Cup umgestiegen (2 Siege, 4 Niederlagen)

(c) Markus Leodolter

UEFA Champions League, Galatasaray Istanbul vs Sturm Graz

2000/01 Sturm Graz - als Gruppensieger vor Galatasaray Istanbul, Glasgow Rangers und AS Monaco in der Zwischenrunde (3 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen) - in der Zwischenrunde als Gruppendritter hinter Valencia und Manchester United sowie vor Panathinaikos Athen out (2 Siege, 4 Niederlagen)

(c) Markus Leodolter

FUSSBALL - CL, Bayern vs Rapid

2005/06 Rapid Wien - als Gruppenletzter hinter Juventus Turin, Bayern München und Club Brügge out (6 Niederlagen)

(c) Hans Simonlehner

FUSSBALL - CL, Porto vs A.Wien

2013/14 Austria Wien - als Gruppenletzter hinter Atletico Madrid, Zenit St. Petersburg und FC Porto in der Gruppenphase out (1 Sieg, 2 Remis, 3 Niederlagen)

(c) GEPA pictures/ Christian Ort
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Für Salzburg endete eine bittere Durststrecke, nachdem man zuletzt elfmal vergeblich versucht hatte, die Gruppenphase zu erreichen. "Das hat eine große Bedeutung für den Verein, für die Menschen in dieser Stadt und diesem Land, aber vor allem für den Stolz, denn wir sind ein stolzer Verein. Jetzt vernarben schön langsam die Wunden, denn wir sind lange genug dafür geprügelt worden", sagte Salzburgs Vorstandsvorsitzender Harald Lürzer.

  • Valencia (2006/07 - 3. Runde),
  • Schachtar Donezk (2007/08 - 3. Runde),
  • Maccabi Haifa (2009/10 - Play-off),
  • Hapoel Tel Aviv (2010/11 - Play-off),
  • Düdelingen (2012/13 - 2. Runde),
  • Fenerbahce Istanbul (2013/14 - 3. Runde),
  • Malmö FF (2014/15 - Play-off und 2015/16 - 3. Runde),
  • Dinamo Zagreb (2016/17 - Play-off),
  • HNK Rijeka (2017/18 - 3. Runde)
  • Roter Stern Belgrad (Play-off) waren die Stolpersteine.

Champions League: Chronologie des Salzburger Scheiterns

Nachdem sich Red Bull Salzburg in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde der Saisn 2006/2007 gegen FC Zürich durchgesetzt hat (1:2, 2:0) war gegen den spanischen Vertreter FC Valencia Endstation. Zu Hause konnten sich die Bullen noch mit 1:0 durchsetzen. In Valencia siegten die Spanier mit 3:0.

Aufstellung in Valencia: Ochs - Bodnar, Dudic, Linke, Vargas - Aufhauser, Carboni, Kovac, Pitak, Tiffert - Orosz

(c) AP (FERNANDO BUSTAMANTE)

Ähnliches Bild in der Saison 2007/2008. In der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League war gegen Ventspils noch alles gut. 3:0 auswärts, 4:0 zu Hause ergibt ein Gesamtscore von 7:0. Gegen Shaktar Donezk war in der dritten Qualifikationsrunde wieder Schluss. Ein 1:0-Sieg in der Heimat war nicht genug. Auswärts verloren die Salzburger eine Woche später mit 3:1.

Aufstellung in Donezk: Ochs - Meyer, Miyamoto, Sekagya, Steinhöfer - Aufhauser, Carboni, Kovac, Leitgeb, Vonlanthen - Zickler.

(c) AP (EFREM LUKATSKY)

In der Saison 2009/2010 ging es eine Runde weiter. In der zweiten Qualifikationsrunde konnten Bohemians knapp aber doch (1:1, 1:0) besiegt werden. Ähnlich knapp aber erfolgreich ging es in der dritten Runde gegen Dinamo Zagreb (1:1, 1:2). Gegen Maccabi Haifa war in der vierten Runde der Qualifikation aber Schluss. Zu Hause verloren die Bullen mit 1:2, auswärts setzte es eine 3:0-Pleite.

Aufstellung in Haifa: Gustafsson - Dudic, Opdam, Schiemer, Ulmer, Svento - Cziommer, Ilsanker, Leitgeb, Tschoyi - Janko

(c) EPA (GEORG HOCHMUTH)

In der Saison 2010/2011 wurde in der zweiten Qualifikationsrunde HB Torshavn eliminiert (5:0, 0:1). Gegen Omonia Nikosia hatten die Bullen in der dritten Runde auch noch das bessere Ende für sich (1:1, 4:1). Gegen Hapoel Tel Aviv war dann aber Schluss. Zu Hause verloren die Salzburger mit 2:3, auswärts war ein 1:1 zu wenig.

Aufstellung in Tel Aviv: Tremmel - Afolabi, Schwegler, Sekagya, Svento - Leitberg, Mendes da Silva, Pokrivac - Ngwat-Mahop, Wallner, Zarate.

(c) AP (Tara Todras-Whitehill)

Das einzige peinliche Ausscheiden der Bullen gab es in der Saison 2012/2013. Gegen F91 Düdelingen konnte man sich in der zweiten Qualifikationsrunde nicht durchsetzen. Auswärts verloren die Salzburger mit 0:1. Aufgrund der Auswärtstorregel war der 4:3-Erfolg zu Hause zu wenig.

Aufstellung in Salzburg: Gustafsoon - Schwegler, Ilsanker, Hinteregger, Ulmer - Teigl, Leitgeb, Hierländer, Mendes Da Silva, Jantscher - Maierhofer

(c) dapd (Andreas Schaad)

In der Saison 2013/2014 spielte man in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul. Ein 1:1 zu Hause war zu wenig, weil die Salzburger in Istanbul mit 3:1 verloren.

Aufstellung in Istanbul: Gulasci - Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Meilinger, Kampl, Ilsanker, Mané - Alan, Soriano

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

In der Saison 2014/2015 konnten sich die Salzburger in der 3. Qualifikationsrunde gegen Qarabag Agdam durchsetzen. Nach einer 1:2-Niederlage auswärts, setzten sich die Salzburger zu Hause mit 2:0 durch. Gegen Malmö FF schaute es nach dem Heimspiel auch nicht schlecht aus. Ein 2:1 - mit Last-Minute-Tor von Forsberg nach einem Missverständnis zwischen Gulasci und Schiemer - reichte aber nicht, weil sich die Schweden in Malmö mit 3:0 durchsetzten.

Aufstellung in Malmö: Gulasci - Schwegler, Ilsanker, Ramalho, Hinteregger - Kampl, Leitgeb, Keita, Bruno - Alan, Soriano

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Ein Jahr später - dritte Qualifikationsrunde, und wieder war Malmö FF der Gegner. Eine noch bessere Ausgangssituation - die Salzburger gewannen 2:0 - änderte am Ergebnis in Schweden nichts. Red Bull Salzburg verlor abermals mit 3:0.

Aufstellung in Malmö: Stankovic - Schmitz, Paulo Miranda, Hinteregger, Ulmer - Pires, Keita, Berisha, Leitgeb, Atanga - Oberlin

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

So knapp gescheitert wie in der Saison 2016/2017 sind die Bullen aus Salzburg nie. Makellos in den ersten Runden, mit dem 1:1 in Zagreb eine hervorragenden Ausgangssituation für das Rückspiel im eigenen Stadion. Und alles lief bis zur 87. Minute nach Plan. Da wurde die Salzburger Führung egalisiert, in der fünften Minute der Verlängerung folgte die Entscheidung. Salzburg hatte nämlich nichts mehr entgegenzusetzen.

Aufstellung in Salzburg: Walke; Schwegler, Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer; Bernardo, Laimer; Lazaro, Berisha, Wanderson; Soriano

APA/KRUGFOTO

Die sensationelle Europa-League-Saison der Salzburger wurde erst durch ein frühes Scheitern in der Champions League Qualifikation ermöglicht. Gegen Hibernians FC gaben sich die Bullen keine Blöße, mussten sich dann aber Rijeka in zwei Spielen geschlagen geben ohne besiegt worden zu sein. Das 0:0 in Kroatien war nämlich zu wenig, nachdem die Salzburger zu Hause 1:1 spielten.

Aufstellung in Rijeka: Walke; Lainer, Paolo Miranda, Caleta-Car, Ulmer; Yabo, Samassekou, Minamino, Berisha; Hwang, Dabbur

GEPA pictures
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Gegen Belgrad hatte diese Saison nach einem 0:0 und 2:2 die Auswärtstorregel den Ausschlag gegeben. Bis 2008/09 wurden nur drei Runden in der Quali ausgetragen, danach gab es mit dem Play-off eine vierte Runde.

"Es hat für uns auch viel Hohn und Spott gegeben, wir sind aber immer unseren Weg weitergegangen. Es ist wunderschön", sagte Salzburgs Sportchef Christoph Freund. Zuvor hatten die "Bullen" bereits den Cupsieg und sechsten Meistertitel in Folge unter Dach und Fach gebracht. "Die ganze Saison ist einfach gekrönt worden in den letzten zwei Wochen mit dem Cupsieg, Meistertitel und jetzt der Champions League. Jetzt erfüllen wir uns den Traum auch noch", verlautete ein überglücklicher Freund.

Österreichs Aushängeschild steigt damit erstmals erst Mitte September ins Geschehen ein. Die Strapazen der vielen Qualispiele vor bzw. zu Beginn der Ligasaison fallen weg. "Das erleichtert die Planungen für den Sommer", sagte Freund. Der eine oder andere begehrte Akteur wie Xaver Schlager, Stefan Lainer oder Diadie Samassekou könnte dadurch vielleicht eher zum Bleiben bewegt werden. "Das macht uns noch attraktiver für die kommende Saison", ist auch Freund überzeugt. Bei Verhandlungen sei die Champions League ein "Bonuspunkt". Das gab auch Lainer zu: "Jeder muss für sich selber entscheiden, was für ihn das Beste ist. Aber diese CL-Quali ist ein wichtiger Punkt, der mit Sicherheit für Salzburg spricht."

Die Vorfreude bei den Meisterkickern ist groß. "Es ist wunderbar, wir freuen uns wie kleine Kinder darauf", sagte Tormann Cican Stankovic, der den Sieg gegen den LASK mit starken Paraden festhielt. Dem konnte Patrick Farkas nur zustimmen. "Es ist die absolute Krönung für den Verein. Wenn ich an die Dienstag- oder Mittwochspiele denke, bekomme ich jetzt schon Gänsehaut", meinte der Außenverteidiger. Wunschgegner gibt es für den Ex-Mattersburger keine. Ganz im Gegenteil zu seinem Abwehrkollegen Albert Vallci. "Ich bin seit meiner Kindheit Real-Madrid-Fan", betonte der 23-Jährige, der innerhalb von wenigen Jahren den Sprung vom SV Horn in die "Königsklasse" geschafft hat.

Freuen dürfen sich die "Bullen" auch über einen Geldregen. Kolportierte 30 Millionen Euro werden durch die CL-Teilnahme in die Kassen gespült. "Es erleichtert einiges, aber den eingeschlagenen Weg werden wir nicht verlassen", erläuterte Freund. Man werde das Geld "vernünftig" investieren. Für Lürzer ist das Finanzielle nur sekundär. "Wir sind finanziell sehr gut aufgestellt und werden das auch zukünftig sein, hauptsächlich durch unsere Transfers", schilderte der Salzburger.

Als Vorgeschmack auf den Herbst wurde im Stadion bereits in der Halbzeit nach Bekanntwerden der Neuigkeiten die Champions-League-Hymne abgespielt. Die führten sich die Spieler auch im Anschluss in der Kabine laut Zlatko Junuzovic "ein oder zweimal sehr laut" zu Gemüte. "Die Jungs haben sich das verdient, wir haben ein grandioses Jahr hinter uns", meinte der Mittelfeld-Routinier, der in Salzburg endlich seine ersten Karriere-Titel einheimste.

Kommentare (2)

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Flogerl
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Na endlich ...

... Tottenham sei dank. Aus eigener Kraft wärs eh der 12. Fehlschlag geworden gg

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fa5fe8c6c54de2a1faacb151ce852c5
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Verdient

Ich bin zwar kein Red Bull Fan aber es gibt woll in ganz Europa keinen Club der das mehr verdient hat. Die haben fast die ganzen Punkte selbst machen müssen um jetzt einen fix Platz zu haben

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