"Glücksspielsucht ruiniert Existenzen"Bolton Wanderers will nicht mehr mit Wettanbietern zusammenarbeiten

Der englische Drittligist Bolton Wanderers will ein Zeichen im Kampf gegen Wettsucht setzen und künftig nicht mehr mit Wettanbietern zusammenarbeiten.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Mandatory Credit: Photo by Joe Toth/Shutterstock (12437793cl) George Johnston of Bolton Wanderers (6) celebrates his goa
In der League One liegt Bolton nach acht Spieltagen auf Rang acht. © (c) imago images/Shutterstock (Joe Toth/Shutterstock via www.imago-images.de)
 

Der englische Fußball-Drittligist Bolton Wanderers will als einer der ersten Klubs nicht mehr mit Anbietern von Sportwetten zusammenarbeiten, sondern künftig Hilfsorganisationen im Kampf gegen Wettsucht unterstützen. "Glücksspielsucht ruiniert Existenzen. Wir haben diese Haltung eingenommen, um unsere Unterstützung für diejenigen zu zeigen, die an Wettsucht leiden", sagte Aufsichtsratschefin Sharon Brittan in einer Mitteilung des einstigen Erstligisten vom Donnerstagabend.

Brittan betonte, der Klub werde seine vertraglichen Pflichten erfüllen. So arbeitet der Ligaverband EFL, der die zweite bis vierte Liga ausrichtet, mit einem Sportwettenanbieter zusammen, nach dem die Spielklassen benannt sind. "Wir erkennen an, dass einige Leute wetten möchten und dass die Liga eine kommerzielle Partnerschaft mit einem Glücksspielunternehmen hat, und wir respektieren dies", sagte Klubchef Neil Hart. "Wir werden jedoch an keiner Aktivität zur Förderung des Glücksspiels außerhalb der bestehenden vertraglichen Anforderungen der EFL teilnehmen."

Der Klub zitierte Daten, denen zufolge in Großbritannien Hunderttausende Menschen an Wettsucht leiden, darunter mehr als 60.000 Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren. Die Fußballbranche müsse mehr tun, um zu helfen, forderte Brittan.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!