Vor allem in Nordamerika und im asiatischen Raum sind Livestreams als Sportübertragungsmedium bereits seit Längerem Gang und Gäbe. Doch wer hätte sich vor einem Jahr gedacht, dass die Online-Sportbilder auch in Österreich immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die weltweite Pandemie beschleunigte diese Entwicklung nun auch in Österreich und zwang viele Sportvereine zu einem digitalen Umdenken. So auch die ICE-Liga. Jedes Spiel wird via Stream übertragen, Highlight-Videos und Interviews vor und nach den Partien sind mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden. „Es ist ein großes Entgegenkommen von Sky (Anm.: Rechteinhaber der Bewegtbilder), dass nun jeder Klub die Streams selbst produzieren und verkaufen kann“, erklärt Hannes Biedermann. Der KAC-Pressesprecher weist aber zugleich darauf hin, dass diese Ausnahmeregelung zeitlich begrenzt ist und nur solang Gültigkeit hat, bis sich die Covid-19-Beschränkungen wieder lockern. Das könnte sich bei den anstehenden TV-Vertragsverhandlungen aber bereits im nächsten Jahr ändern. Was steckt eigentlich hinter der Produktion eines KAC-Heimspiels ab?
Insgesamt sind in der Stadthalle sieben Kameras im Einsatz, inklusive Moderatoren werken im Schnitt 22 Personen daran, gestochen scharfe Bilder in die Wohnzimmer zu liefern. Die Bilder werden direkt in den Übertragungswagen neben der Halle gesendet, dort geschnitten, mit Grafiken versehen und auf die eigens von der Liga installierte Plattform geschickt. Für den Inhalt ist ausschließlich der KAC zuständig, die Produktion übernimmt die weltweit agierende Firma sports TV media distribution des Klagenfurters Otmar Valzachi. Auch der ORF Kärnten bedient sich bei seinen Zusammenfassungen dieser Bilder.
Eishockey-Livestreams
Ein Gewinn für alle Beteiligten
Dank einer Ausnahmeregelung von Rechteinhaber Sky dürfen heuer erstmals die Vereine der ICE-Liga Livestreams ihrer Heimspiele produzieren und auch verkaufen.
© (c) Markus Traussnig (Markus Traussnig)