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EishockeyGraz verliert in der Verlängerung bei Linz 3:4

Nach 64 Sekunden in der Verlängerung gingen die 99ers unter. Damit steht es in der Serie 1:1, das nächste Spiel steigt am Sonntag um 15 Uhr in Graz.

ICE HOCKEY - EBEL, 99ers vs Black Wings
© GEPA pictures
 

Spiel zwei im Viertelfinale und dieses Mal ging es in Linz ans Eingemachte. Die Graz 99ers haben mit einem 7:3-Heimsieg im ersten Spiel vorgelegt. Die Vorgabe von Linz-Trainer Tom Rowe war klar: Strafen um jeden Preis vermeiden. Denn im ersten Spiel kassierten die Oberösterreicher gleich fünf Treffer in Unterzahl. „Ich erwarte einen schwierigen Kampf“, sagte Graz-Trainer Doug Mason und forderte ein Remis nach dem ersten Drittel. Er sah die Zeichen also auf „Sturmlauf der Linzer“ stehen. Er sollte Recht behalten. Übrigens haben gleich fünf Grazer Linzer Vergangenheit: Daniel Oberkofler (2006 bis 2017), Kevin Moderer (2015 -2018), Zintis Zusevics (2017/18 ausgeliehen), Oliver Setzinger (2001/02) und Erik Kirchschläger (Nachwuchs bis 2018).

1. Drittel

Es begann hitzig und prompt vereitelte Brian Lebler (2.) den Plan seines Trainer bald: Zwei Minuten wegen Stockschlags. Aber bis auf einen Matt Caito-Schuss schaute dabei nichts heraus. Im Gegenteil, denn ein Wechselfehler parallel zu einer „Mischerei“ zwischen Moderer und Bracken Kearns brachte die Grazer in Unterzahl. Dass die Linzer die Überzahl auch beherrschen zeigt die Statistik: Platz zwei mit 24,5 Prozent hinter Graz (27,5). Aber auch die Spezial-Teams der Linzer fanden nicht gleich in die Spur. Lebler testete Graz-Keeper Robin Rahm nach einem feinen Solo. Doch der Schwede hielt und die Schiedsrichter hoben wieder die Hand: Robin Jacobsson (6.) verlängerte die Unterzahl mit einem hohen Stock. Und da war es passiert. Dan DaSilva (7.) traf aus sehr spitzem Winkel von der linken Seite. Rahm erwartete wohl einen Pass und war weit aus seinem Kasten – der Weg für den Puck war frei. Linz machte weiter Druck und es blieb sehr hitzig. Nach einem Gestocher – Rahm hielt den Puck nicht fest – hagelte es wieder eine Strafe für Caito (7.). Angeführt von einem großartig aufgelegten Lebler drehte Linz auf. Die Hausherren hatten das Zepter fest in der Hand und Graz gelang in dieser Phase nicht viel.

Dann war es aber so weit. Ein Schuss von Kirchschläger war für Linz-Keeper Michael Ouzas nicht zu sehen, denn Travis Oleksuk verstellte ihm perfekt die Sicht. Der Treffer war doch etwas überraschend - wie wohl die Hausherren viele Chancen ungenutzt ließen.Graz fand dann wieder besser in die Spur und bekam auch noch einmal die Chance im Powerplay.  Mathieu Carle (19.) musste in die Kühlbox.

2. Drittel

Die 99ers hatten wieder Oberwasser, doch das Tor machte Linz. Ein Abpraller wurde Rahm zum Verhängnis. Der Puck landete vor Kevin Kapstad. Der hatte keine Mühe aus gut vier Metern den Puck ins Tor zu hämmern. Linz war wieder munter und Caito (Stockschlag) machten den Black Wings auch noch ein Geschenk und das Ergebnis war das 3:1. Da Silva brachte den Puck vor das Tor und Setzinger hielt unglücklich den Schläger in den Pass. Rahm war chancenlos – die Hartgummischeibe schlitterte ihm durch die Beine. Der Treffer wurde dem Linzer zugesprochen. Graz war völlig neben der Spur und daraus resultierten Strafen: Kirchschläger (Halten) durfte nachdenken. Doch dieses Mal konnten die Linzer daraus kein Kapital schlagen. Die Minuten vergingen, die 99ers waren in der Defensive anfällig und vorne lief nicht viel zusammen. Die nächste Strafe holte sich dann Ty Loney (33.) nach einem unnötigen Stockschlag ab. In der 38. Minute bekamen die Grazer noch einmal ein Powerplay serviert, doch auch das half in dieser Phase nicht. Beinahe machte Lebler nach der Strafe noch das 4:1.

3. Drittel

Es entwickelte sich eine offener Schlagabtausch, denn Graz investierte wieder mehr und spielte disziplinierter. Großes Glück hatten die Grazer dann nach einem Patzer von Setzinger. Er verlor die Scheibe direkt vor Rahm, Stefan Gaffal konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Zu allem Überdruss musste der Grazer Kapitän in der 47. Minute auch noch auf die Strafbank. Doch auch diese überstanden die 99ers. Sie machten es dann selbst besser. Lebler musste wieder einmal in die Kühlbox. Dwight King drückte unter Linzer Mithilfe den Puck irgendwie über die Linie und verkürzte auf 2:3 (50./PP). Graz probierte alles, warf die ganze Kraft in den Angriff, doch Linz verstand es zu verteidigen und große Chancen zu vereiteln. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen und die Halle tobte. 2:25 Minuten vor dem Ende nahm Mason Rahm dann vom Eis. 6:5-Überzahl und die Grazer kamen auch gleich in die Angriffszone und dann kassierte Corey Locke eine Strafe wegen Spielverzögerung. Rahm blieb auf der Bank. Loney traf das Lattenkreuz und dann geschah es: 12 Sekunden vor dem Ende kam der Puck vor das Tor und zu Oberkofler: 3:3 und ab in die Verlängerung.

Verlängerung

Gleich nach 30 Sekunden müssen ein Grazer und ein Linzer für zwei Minuten vom Eis  damit heißt es 4 gegen 4 - und nach nur 64 Sekunden traf Kapstad zum 4:3 für die Linzer. Damit steht es in der Serie 1:1, das dritte Spiel steigt am Sonntag in Graz

 

 

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