Während die Vereine bereits mitten in den Vorbereitungen für die kommende Saison stecken und ihre Kader immer konkretere Formen annehmen, hinkt die Eishockey-Liga mit ihren Entscheidungen hinterher. Fest steht bis jetzt, dass die oft kritisierte Punkteregel abgeschafft wird, jeder Klub mindestens zwölf einheimische Spieler am Spielbericht haben muss.

Noch nicht geklärt ist jedoch, wie Doppelstaatsbürger bzw. „Eishockey-Österreicher“ in Zukunft bewertet werden. „Es gibt trotz Anfragen von unserer Seite noch keine Richtlinie der Liga“, zeigt sich VSV-Geschäftsführer Andreas Napokoj genervt. Spieler wie Sebastian Zauner (GER) oder Peter Hochkofler (ITA) hängen durch die ausstehende Regulierung in der Luft, dürften bei ihren Klubs als „Imports“ keinen Vertrag mehr erhalten.

Genannt haben für die Saison 2022/23 alle 14 Teams (inklusive Bratislava). Dennoch soll ein Verbleib von Znaim auf wackligen Beinen stehen. Einige Spieler der Tschechen boten sich in den letzten Tagen und Wochen bei anderen Vereinen an. Asiago und Jesenice würden bei einem Ausstieg der Tschechen bereitstehen. Der VEU Feldkirch, die sich bereits vor einem Jahr vergeblich um eine Ligaaufnahme bemüht hatte, gelang quasi durch die Hintertür der Einstieg in die ICE-Liga.

Der Traditionsverein schloss sich mit Dornbirn zum „Team Vorarlberg“ zusammen. „Mit einer gemeinsamen Mannschaft an der Spitze schaffen wir ein perfektes Modell, um talentierte Spieler zu entwickeln“, erklären die VEU-Geschäftsführer Christian Groß und Michael Lampert. Völlig offen ist aber noch, wo gespielt und trainiert wird, und wer für die wirtschaftlichen bzw. sportlichen Belange zuständig sein soll. Für Bulldogs-Manager Alexander Kutzer, der sich im letzten Jahr noch vehement gegen eine Aufnahme von Feldkirch ausgesprochen hatte, dürften vor allem finanzielle Aspekte für die doch etwas überraschende Zusammenarbeit ausschlaggebend gewesen sein. Hauptsponsor Rauch soll seine Kooperation mit den Dornbirnern nicht mehr fortführen wollen.