Wenn Schüler:innen zu Lehrlingen werden, beginnen sie nicht nur ein neues Dienstverhältnis, sie starten auch in einen völlig neuen Lebensabschnitt. Dafür erhielten sie bei den „Welcome Days“ Anfang September wichtige Tipps und Tricks für die Lehrzeit und lernten ihre Berufsschule und zukünftige Klassenkamerad:innen kennen. Denn Glück ist auch eine Frage der Vorbereitung!
Schauplatz der „Welcome Days“ war wie immer die Landesberufsschule für Kulinarik und Tourismus in Bad Gleichenberg. Während hier noch die letzten Vorbereitungen für den Schulstart liefen, tummelten sich 47 Jugendliche schon in den Gängen. Sie waren für zwei Tage im Lehrlingsheim eingezogen und wurden beim Start in die Lehre optimal begleitet. Das Angebot gibt es exklusiv für die Lehrlinge der 35 Mitgliedsbetriebe der Kooperation „Ausgezeichnete Lehrbetriebe im Tourismus“.
„Wir sind stolz, dass wir 47 Lehranfänger:innen bei ihrem Start begleiten können. Der Tourismus setzt damit ein starkes Zeichen und nimmt seine Verantwortung als Arbeitgeber wahr“, erklärt Dietmar Fuchs von der Qualifizierungsagentur.
Ist anfangs noch eine gewisse Unsicherheit zu spüren, merkt man sehr bald, dass sich die Jugendlichen hier bereits zurechtfinden und auch untereinander Kontakte knüpfen.
„Das Angebot ist super für unsere Lehranfänger:innen. Sie erhalten hier alle wichtigen Infos für ihren Start in die Ausbildung“, zeigt sich Florian Strasser vom Genusshotel Riegersburg begeistert. Für ihn sind die „Welcome Days“ ein fixer Bestandteil und wichtiger Baustein des Onboarding-Prozesses.
In den zwei Tagen dreht sich alles um die künftigen Lehrberufe. Das Seminarprogramm ist bunt durchgemischt und reicht von „Willkommen in der Lehre“ bis hin zu „Meine Rolle als Gastgeber:in“. Um nicht nur die Schulbank zu drücken, gibt’s ein Aktivprogramm zur Auflockerung.
Strategien für die Zukunft
Die Region Südoststeiermark setzt auf ein ausgeklügeltes Regionalentwicklungskonzept. Bis 2027 will man Kräfte bündeln und gemeinsam handeln.
Nur gemeinsam wird man Großes erreichen – so lässt sich die Idee des Regionalentwicklungskonzepts zusammenfassen. Erster Ansatzpunkt ist deshalb eine ausgedehnte kommunale Zusammenarbeit. Gemeinden bündeln ihre Kompetenzen und stimmen sich bei Investitionen und Innovationen ab. Ebenso wichtig ist ein ge-meinsames regionales Mobilitätskonzept. So banal es klingt, aber eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz steigert die Lebensqualität und die Wettbewerbsfähigkeit einer Region. Dazu kommt ein forcierter Ausbau von digitalen Angeboten.
Diese Bemühungen münden direkt in eine weitere wichtige Strategie des Regionalentwicklungskonzeptes. Zusammenleben in Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe bedeutet die Schaffung von Rahmenbedingungen für ein attraktives Leben vor Ort für alle Generationen. Die Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Lebensbereichen ist dabei ebenfalls ein zentrales Ziel.
Diese Strategien sollen unter anderem dazu führen, dass die Jugend nicht nur eine lebenswerte Umwelt, sondern auch regionale Ausbildungsmöglichkeiten und Jobs vorfindet. Deshalb investiert man seit vielen Jahren in den Ausbau des sanften Tourismus rund um die Region Vulkanland. Zur Stärkung der Regionalwirtschaft und Wertschöpfung wird die Entwicklung der Tourismusdestination Thermen- & Vulkanland Steiermark mit dem langfristigen Gesundheitsmegatrend forciert.