Das interessiert mich nicht die Bohne! Woher diese Redensart aus dem 13. Jahrhundert genau stammt, das ist nicht bekannt. Was man aber mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, ist, woher sie nicht stammt: aus St. Ruprecht an der Raab. Wie denn auch? Denn gerade hier, wo die Käferbohne in all ihrer Größe und ihrem purpurnen Prunk gedeiht wie kaum anderswo, ist der Hülsenfrüchtlerin höchstes Interesse gewiss. Ja, die St. Ruprechter lieben ihre Käferbohnen – und wenn sie es einmal krachen lassen (nur der Schelm denkt hier an Falsches!) dann heißt’s: „Voll die Bohne!“
Idyllisch & pulsierend
St. Ruprecht an der Raab ist auf seine Art Entschleunigung pur: idyllisch, grün, kleinstädtisch, liebenswert, natürlich, steirisch. Genau das schätzen die 5362 Einwohner auch an ihrer Marktgemeinde, die ihnen eine hohe Wohn- und Lebensqualität, ein breites Schul- und Bildungsangebot, kulturelle Vielfalt und eine ausgezeichnete Infrastruktur bietet.
Doch Achtung! Niemand sollte in Versuchung kommen zu glauben, dieser Ort sei ein verschlafenes Nest. Im Handumdrehen zeigt er sich dann von seiner anderen Seite: dynamisch, wirtschaftsfreundlich, geschäftig, pulsierend. Was ihn dazu befähigt, ist seine günstige Lage zwischen Weiz und Gleisdorf sowie die Nähe zu Graz. Und so hat sich St. Ruprecht an der Raab in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Wirtschaftsstandort gemausert.
Prominente Unternehmen wie Rondo, Wollsdorf Leder, Druckerei Klampfer, Alwera oder Estyria wissen genau, was sie an St. Ruprecht haben. Einer seiner Trümpfe ist der starke Wille zur Zusammenarbeit: im Besonderen mit der Bezirkshauptstadt Weiz. Frei nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker!“ wollen die Markt- und die Stadtgemeinde ihren gemeinsamen Wirtschaftsraum – Weiz – St. Ruprecht/ Raab – nachhaltig zu einer steirischen Vorzeigeregion mit besten Arbeits- und Lebensbedingungen weiterentwickeln.
Bürgermeister der Marktgemeinde ist aktuell Herbert Pregartner, der die Vorzüge seines Orts so formuliert: „St. Ruprecht an der Raab vereint zwei wesentliche Vorzüge: ländliches Idyll mit moderner, kleinstädtischer Infrastruktur. Bei uns lässt es sich gut arbeiten und gut leben.“ Kein Wunder, dass der Ort hinsichtlich Einwohnerzahl stetig wächst.
Lebens- & Urlaubsparadies
Wenn man an einem Ort wohnt, an dem andere gerne ihren Erholungsurlaub machen, dann hat man punkto Wohnortwahl ziemlich viel richtig gemacht. St. Ruprecht an der Raab ist so einer. Wobei man auch beim Freizeit-Angebot das Tempo raus nimmt. Hier wird gewandert, gelaufen und vor allem geradelt. „Radfahren im Garten Österreichs“ verspricht die örtliche Tourismuswerbung. Der Raabtalradweg geht bis ins Thermenland, sechs Käferbohnen-Radtouren führen vom Hauptplatz ins Umland. Mit dem Zug bestens erreichbar, bietet man zudem zwei ausgewiesene Radhotels.
Voll die Bohne!
Egal von welcher Seite aus man St. Ruprecht an der Raab für sich erobert, per pedes oder mit dem E-Bike – an der Käferbohne kommt also niemand vorbei. Dafür sorgen auch die Käferbohnen-Fenster. Man munkelt sogar, dass manch einer nach feuchtföhlicher Nacht nur mit deren Hilfe wieder nach Haus gefunden habe. Sieben Fenster hat dieser Bohnen-Erlebnispfad, der durch den gesamten Ort leitet. Und er gibt uns von der Geschichte der Käferbohne, über ihre Inhaltsstoffe bis hin zu Anbau, Wachstum, Ernte, Sorten, Verarbeitung und Rezepten „Voll die Bohne!“.