Aus den Tälern nördlich von Pordenone stammt ursprünglich die „Pitina“, eine runde, laibchenförmige Wurstsorte
Aus den Tälern nördlich von Pordenone stammt ursprünglich die „Pitina“, eine runde, laibchenförmige Wurstsorte © Pietro Rizzato / Davide Monti St (Pietro Rizzato)
Die „Pitina IGP“ (geschützte geografische Angabe) ist ein offizielles Slow-Food-Produkt
Die „Pitina IGP“ (geschützte geografische Angabe) ist ein offizielles Slow-Food-Produkt © Massimo Crivellari

Friaul-Julisch Venetiens Mitte weiß mit geographischen Besonderheiten und landschaftlichen Reizen ebenso zu begeistern wie mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot. Wer der Küche des Hinterlands bislang nicht viel abgewinnen konnte, sollte ihr angesichts der dynamischen Entwicklung der vergangenen Jahre ein zweite Chance geben. Von den Flussläufen des Natisone ganz im Osten über die Langobarden-Stadt Cividale del Friuli und die Provinzhauptstadt Udine bis hin in die Ebene rund um die Mosaik-Hochburg Spilimbergo – abwechslungsreich wie die Landschaften sind auch die Speisekarten.

Kulinarische Aus- und Höhen-flüge. Wer sich aufmacht, dieses Gebiet zu erkunden, wird rasch feststellen, dass es immer die Kombination aus kulturellen, landschaftlichen und kulinarischen Reizen ist, die den Entdecker in ihren Bann zieht. Ob eine genüssliche Wanderung in den herbstlich goldfarben schimmernden Wäldern entlang des Natisone-Flusses oder ein Stadtspaziergang durch das malerische Cividale del Friuli – den glanzvollen Schlusspunkt markiert der Besuch einer Osteria, um sich an den Spezialitäten der Gegend zu laben. Da macht man Bekanntschaft mit der Gubana, der Cousine des Kärntner Reindlings, die – zwar verwandt – doch so anders schmeckt. Ihr köstliches Aroma verdankt sie in Grappa getränkten Rosinen! Nicht zu vergessen die Strucchi, die gebacken oder frittiert als kleine Variante der Gubana ebenso gut schmecken.

Dario Martina, Chef vom Da Afro im Herzen von Spilimbergo, überrascht mit einer Variation der Balota, originell in puncto Zubereitung wie auch der verwendeten Zutaten
Dario Martina, Chef vom Da Afro im Herzen von Spilimbergo, überrascht mit einer Variation der Balota, originell in puncto Zubereitung wie auch der verwendeten Zutaten © KK
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