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Leichte SpracheViele Baustellen in der Steiermark noch ohne Genehmigung

Viele Baustellen in der Steiermark konnten wegen der Corona-Krise noch nicht aufgemacht werden. Es fehlen oftmals noch die notwendigen Genehmigungen. Die Verhandlungen zwischen den Bau-Firmen und den Behörden laufen momentan holprig.

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Viele Baustellen sind wegen der Corona-Krise stillgelegt © APA/HERBERT P. OCZERET
 

Die Firmen in der Bau-Wirtschaft stehen wegen des Corona-Virus vor großen Herausforderungen. Die erste große Herausforderung sind die fehlenden Bau-Verhandlungen. Ohne Bau-Verhandlungen gibt es keine Arbeit auf den Baustellen. Eine Baustelle muss immer von einer Behörde genehmigt werden. Seit Mitte März sind aber bei den zuständigen Behörden in Graz und in allen anderen Bezirken die Bau-Verhandlungen ausgesetzt.

„Ohne Verhandlungen gibt es keine Baubescheide, keine Genehmigungen, keinen Bau“, erklärt Alexander Pongratz. „Seit vier Wochen stehen die Verfahren. Auch wenn man die Bauverhandlungen nun neu ausschreiben würde, könnten sie in frühestens drei Wochen stattfinden. Dann sind wir in Summe bereits bei fast zwei Monaten ohne Bauverhandlung.“ Alexander Pongratz ist Innungsmeister und Vorsitzender der Bau-Wirtschaft. Er vertritt die Bau-Firmen und ihre Interessen. Er befürchtet, dass viele Baustellen-Projekte, die für den Sommer geplant sind, keine Genehmigung bekommen. Davon wären Hunderte Baustellen in ganz Österreich betroffen.

Positiv ist, dass die Arbeit auf den bereits genehmigten Baustellen wieder begonnen hat, wenn bestimmte Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Aufgrund einer gesetzlichen Anordnung sind Bau-Verhandlungen bis 30. April ausgesetzt. Bau-Verhandlungen gehören nicht zu dringenden Ausnahmen gehören, die derzeit bearbeitet werden. Trotzdem „werden Verfahren und Einreichungen in der Bau- und Anlagenbehörde ohne Unterlass bearbeitet und es ergehen täglich unzählige Bescheide“, heißt es aus dem Büro des Grazer Vize-Bürgermeisters.

In der Holz-Bau-Industrie ist man optimistischer, weil es dort mehr Baustellen gibt, an denen gearbeitet werden darf. „Bei rund der Hälfte unserer 1000 Baustellen wird gearbeitet, die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen funktioniert gut“, betont Oskar Beer. Oskar Beer ist ebenfalls Innungsmeister, allerdings ist er für den Bereich der Holz-Verarbeitung zuständig. An Baustellen, die die Sicherheitsvorschriften nicht einhalten können, wird nicht gearbeitet. Aber Oskar Beer ist zuversichtlich, dass alle Baustellen bald abgearbeitet werden können. Die Holz-Bau-Industrie ist ein Bereich, der schnell reagieren kann und momentan keine Probleme hat, notwendige Materialien zu erhalten.

 




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