Die Vorteile häuslicher Betreuung

Mobiler Pflegedienst ist für viele Menschen mit einem pflegebedürftigen Angehörigen eine immense Unterstützung. Die Leistungen, die die professionellen Pflegekräfte erbringen, helfen, Herausforderungen zu meistern.

Elderly care nurse helping senior from bed to wheel chair
Pflegedienste sind in der Lage, pflegebedürftige Personen in ihrer gewohnten Umgebung zu unterstützen © Kzenon
 

Der Großteil der Menschen wünscht sich, in den eigenen vier Wänden alt werden zu können. Mobile Pflegedienste bieten diesbezüglich pflegebedürftigen Personen die Möglichkeit, zuhause versorgt zu werden, anstatt in einem Pflegeheim.

Da das Gesundheitswesen sowohl über finanzielle als auch personelle Probleme klagt, stellen solche mobilen Pflegedienste natürlich eine gute Alternative zu ständiger stationärer Pflege dar. In Anspruch genommen werden mobile Pflegedienste vor allem von Ehepaaren, wenn bei einem der Partner eine Behinderung oder Erkrankung vorliegt.

Auch Verwandte nutzen häufig die mobile Pflege, um sich bei der Betreuung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen helfen zu lassen oder weil sie selbst nicht genügend Zeit für die Pflege haben. Die Inanspruchnahme von ambulanten Pflegediensten hat verschiedene Vorteile für den Pflegebedürftigen. So bestimmt die zu pflegende Person ihren Alltag und den Umfang der Pflege selbst und ist dadurch unabhängiger, als wenn sie in einem Pflegeheim betreut wird.

Bei akuten Krankheitsfällen schreitet der Genesungsprozess durch die häusliche Pflege deutlich schneller voran. Da die Pflegedienste die Pflegebedürftigen als Kunden und nicht als zu erduldende Patienten betrachten, gehen sie so weit wie möglich auf deren Wünsche ein. So wird die Individualität jedes einzelnen Pflegebedürftigen bei der ambulanten Pflege berücksichtigt.

Ambulante Pflegedienste sind auch aus volkswirtschaftlicher Sicht vorteilhaft. So führt der Verbleib in den eigenen vier Wänden bei den Betroffenen nur selten zu Abhängigkeit vom Sozialamt.

Mag. Rosa Kaufmann, MSc, Regionalpflegedienstleiterin, Rotes Kreuz Steiermark Foto © Anna Maria Muchitsch

Kommentar Mag. Rosa Kaufmann: Mehr als 40 Jahre Qualität

Im Jahr 1975 begann das Rote Kreuz Steiermark als erste Organisation in der Steiermark die „Hauskrankenpflege“ durch diplomierte Fachkräfte anzubieten um die Pflege daheim zu ermöglichen. Von Beginn an war es selbstverständlich: Qualität ist uns wichtig.

Ein Ergebnis daraus war 2016 die Auszeichnung als beste Non-Profit-Organisation Österreichs im Bewerb um den Staatspreis Unternehmensqualität. Auf dieser Basis hat sich eine Reihe von Tätigkeitsfeldern entfaltet.

Neben der erwähnten Hauskrankenpflege werden heute Pflegeassistenz, Heimhilfe, mehrstündige Alltagsbegleitung, Palliativbetreuung, 24-Stunden-Personenbetreuung, Seniorencafé, Betreutes Wohnen, Beratung und Schulung, Besuchs- und Begleitdienst, Rufhilfe und vieles mehr angeboten.

Gottfried Lautner, Geschäftsführer der Trägerorganisation SMP Foto © Michael Schaffer-Warga

Kommentar Gottfried Lautner: Wenn es alleine nicht geht

Leben braucht Qualität – in jedem Alter und insbesondere auch bei Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit! Immer mehr Menschen wollen in den eigenen vier Wänden gepflegt und betreut werden und viele Angehörige sind auch bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Dabei ist es wichtig, sich rechtzeitig von professioneller Seite unterstützen zu lassen.

Qualitätvolle, professionelle Hilfestellung für betreute Personen und pflegende Angehörige in ihrem Zuhause, grhört seit nunmehr über 40 Jahren zu den zentralen Aufgaben und Zielen des „Sozialmedizinischen Pflegedienstes-Hauskrankenpflege Steiermark, kurz „SMP“ genannt. Bei Notwendigkeit einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung wird vom SMP auch entsprechende Betreuung durch 24-Stunden-PersonbetreuerInnen vermittelt und organisiert. 

Petra Prattes, Bereichsleiterin Betreuung und Pflege in der Caritas Foto © KK

Kommentar Petra Prattes: Am besten früh informieren

Gerade die mobile Pflege ist ein gutes Angebot, wenn manche Dinge des Alltags beschwerlich werden. Menschen tun sich sehr oft schwer mit dem Gedanken, sich professionell helfen zu lassen und haben die Vorstellung, dass sie ihre Selbstständigkeit dann aufgeben.

Mobile Pflege kann aber genau da helfen, die Selbstständigkeit noch weiter zu erhalten – und sie kann auch helfen, sich an Unterstützung bei der Pflege zu gewöhnen. Es ist nie nämlich nie zu früh, sich Gedanken über das Älterwerden zu machen, denn es gibt nicht den einen Königsweg.

Es gibt kein Entweder- Oder in der Pflege: pflegebedürftig oder selbstständig, daheim oder im Wohnheim. Es gibt viele Stufen, von der Assistenz bei Alltagsverrichtungen bis zur Betreuung rund um die Uhr. 

Mag. Gerald Mussnig, Geschäftsführer Hilfswerk Steiermark GmbH Foto © Bernhard Bergmann

Kommentar Mag. Gerald Mussnig: Das Potenzial ist groß

Über 30 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen werden von mobilen Diensten betreut. Diese sichern so den Erhalt der Selbstständigkeit und den Verbleib zuhause.

Das Hilfswerk ist österreichweit die Nummer eins in den mobilen Diensten und versteht sich in dieser Rolle als Verbündeter von pflegenden Angehörigen, dem größten Sozialdienst Österreichs. Wie schon das Land Steiermark hat auch die Bundesregierung die Wichtigkeit der Mobilen Dienste erkannt und will die Pflege zu Hause sowie die Unterstützung für pflegende Angehörige ausbauen.

Mobile Diensten benötigen gesicherte Rahmenbedingungen, wie mehr Ausbildungsplätze für das notwendige Personal, ein höheres Entgelt und eine bundesweite gesicherte Finanzierung, welche Pflege als gesamtgesellschaftliches Risiko anerkennt. 

MMag. Genoveva Kocher-Schruf, Leiterin Volkshilfe, Sozialzentren Stmk. Foto © Michael Schaffer-Warga

Kommentar MMag. Genoveva Kocher-Schruf: Volkshilfe – mehr als Pflege

Dass Ziel der Pflege- und Betreuungsdienste der Volkshilfe ist es, es möglichst vielen Menschen in der Steiermark zu ermöglichen, in Würde alt zu werden. Das heißt so lange als möglich dazugehören, zuhause leben, selbst bestimmen können, schmerzfrei sein und beim Sterben nicht alleine sein.

In jedem steirischen Bezirk haben wir ExpertInnen zu den Themen Demenz, Inkontinenz, Wundmanagement und ethische Fragen, die Betroffene und Angehörige beraten und unterstützen. Das ist die Volkshilfe – mehr als Pflege. Alle Informationen zu den Mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten der Volkshilfe Steiermark – von der Alltagsbegleitung bis zur Hauskrankenpflege – erhalten Sie im Volkshilfe Sozialzentrum in Ihrem Bezirk oder auf www.stmk.volkshilfe.at

Bezahlte Anzeige