Fangen wir doch mit einem der prägnantesten Sätze an: „Dialogbereitschaft ist zwar prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache, allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Alles andere benennt man besser als das, was es ist, nämlich als eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe, und spart sich Mühe, Ärger und Zeit mit Menschen, die das Recht auf eine eigene Meinung mit dem Recht auf eigene Fakten verwechseln.“

Kein Recht auf eigene Fakten. Ein Kernsatz von Heidi Kastner. Auch im Podcast. Die Linzer Gerichtsgutachterin und Psychiaterin ist hörbar keine Freundin von Diplomatie, aber dafür von Differenzierung.

In unserem neuen Gesellschaftspodcast „fair&female“ geht Kastner mit den extremen Impfverweigerern zwar hart ins Gericht, meint aber, dass es sich dabei um eine wirklich sehr kleine Gruppe handeln würde, bei diesen Hardlinern sei allerdings kein Gespräch mehr möglich. Manche Gedanken und Verschwörungsmythen würden sie zudem tatsächlich eher an Fälle auf der Psychiatrie erinnern.

Die Linzer Psychiaterin, die vor allem durch ihr Gutachten des verurteilten Straftäters Josef Fritzl vielen Menschen bekannt ist, hat gerade ein sehr erfolgreiches Buch geschrieben. Es ist im Wiener Verlag Kremayr & Scheriau erschienen und heißt „Dummheit“.

Wir wollten im Podcast-Gespräch mit Kastner die Frage klären, warum eigentlich fast alle Menschen denken, selbst eher nicht dumm zu sein, also folglich die Dummheit lieber bei den anderen suchen. Und Spoiler: Alle, die wissen, dass Zweifel und Fehler zum eigenen Leben gehören, sind besser dran bei der Beantwortung.

Was noch? Wir haben über Denkfaulheit, Faktenverweigerung, aber auch über Selbsterkenntnis und Empathie gesprochen. Hören Sie doch rein!

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