Was Bankkunden tun können!

Experten der AK raten, was Kunden tun können, wenn ihnen die Bank mit dem Rausschmiss droht.

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Einer Kündigung durch die Bank zuvor kommen?
Einer Kündigung durch die Bank zuvor kommen? © (c) magele-picture - Fotolia (Gerhard Ledwinka)
 

Die Arbeiterkammer rät KonsumentInnen einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn die Hausbank die Kontoverbindung ändern möchte, wie jüngst die BAWAG P.S.K. „Die Vorgangsweise der BAWAG P.S.K. ist überhaupt nicht kundenfreundlich. Langjährigen Kunden wird einfach die Kündigung angedroht, wenn sie nicht das Konto wechseln“, sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

Bankwechsel überlegen

Die Kündigungsandrohung der BAWAG P.S.K. an rund 20.000 KontoinhaberInnen ist für die Konsumentenschützer der AK nicht akzeptabel. Sie raten deshalb den betroffenen KundInnen, nach der schriftlichen Kündigungsandrohung ihrer Hausbank einen Bankwechsel zu überlegen. „Das Verbraucherzahlungskontogesetz, das im September 2016 in Kraft getreten ist, erleichtert den Bankwechsel. Es gibt klare Spielregeln, an die sich jede Bank halten muss“, sagt Zgubic. Es ist nun gesetzlich geregelt, dass Banken einen Kontowechsel-Service anbieten müssen. Das betrifft die alte Hausbank, aber auch die neue Bank, zu der das Konto verlegt wird. KundInnen wird damit beim „Übersiedeln“ geholfen – damit kein Dauerauftrag auf der Strecke bleibt und das Gehalt auf dem korrekten Konto landet.

Genau vergleichen

Aber vor einem Wechsel zu einer neuen Bank gilt es, die Kontokonditionen genau zu vergleichen. Denn die Kostenunterschiede für neue Gehaltskonten sind enorm. „Prüfen Sie Ihr Nutzerverhalten und vergleichen Sie die Kontopreise“, rät Zgubic.

Drum prüfe, wer sich länger bindet

Der AK Bankenrechner hilft Konsumenten, das günstigste Girokonto rasch und unkompliziert zu finden.
Die jährlichen Gesamtkosten werden vom Bankenrechner anhand von vier modellhaften Nutzertypen vorgerechnet.
Ein Kontowechsel geht einfach – seit 18. September gibt es neue Bestimmungen, die alle wichtigen Details regeln.

„Lassen Sie sich nicht von der Betrachtung von einzelnen Preispositionen wie Kontoführungsgebühr pro Quartal zu einer falschen Entscheidung verleiten. Die Kontoführungsgebühr ist nur ein Preiselement. Behalten Sie immer die Gesamtkosten – also die Summe der Preise für alle möglichen Zahlungsverkehrstransaktionen – im Auge, denn auch Kleinvieh macht Mist.“

Extrakosten

Spesen, zum Beispiel Barbehebungen oder Bareinzahlungen am Schalter oder die Änderung eines Dauerauftrages, können teuer kommen und Extrakosten verursachen. „Checken Sie auch die Zinsen für Guthaben und Überziehung“, so die AK Konsumentenschützerin. Auch bei Pauschalverrechnung gilt: Pauschal ist nicht gleich pauschal – auch hier können Extrakosten anfallen. „Prüfen Sie bei Pauschalverrechnung, ob alle oder nur ganz bestimmte Buchungen kostenlos sind“, empfiehlt Zgubic.

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