Der Abstand auf den VfL Wolfsburg und die AS Roma konnte auf vier Zähler verringert werden. Die Italienerinnen erkämpften sich mit ÖFB-Teamkapitänin Carina Wenninger in der Abwehr im Gruppe-B-Schlager gegen den deutschen Meister ein verdientes 1:1. Für St. Pölten kommt es am 8. Dezember in der NV Arena neuerlich zum direkten Duell mit Slavia, das vom Ex-Salzburger Karel Pitak gecoacht wird. Da wird St. Pöltens Kapitänin Jasmin Eder fehlen, da die Ex-ÖFB-Teamspielerin in der 93. Minute in einer äußerst hitzigen Schlussphase die Gelb-Rote Karte sah.

Beide Teams sorgten auf tschechischem Boden für eine durchaus unterhaltsame Partie, der lange Zeit nur ein Tor fehlte. Nach einem Balog-Fehler traf Slavias Tereza Szewieczková vom Sechzehner nur die Stange (22.). Auf der anderen Seite klatschte eine Kopfballverlängerung von Stefanie Enzinger nach einer Zver-Flanke ans Aluminiumgehäuse (24.). Zver (25.) bzw. Szewieczkova (30.) ließen weitere Chancen aus. Danach prüfte auch Eder mit einem Freistoß Slavia-Torfrau Olivie Lukasova (37.).

Nach dem Seitenwechsel begnügte sich aufgrund der Ausgangslage niemand mit dem Remis, mit Fortdauer der zweiten Hälfte ging es ständig hin und her. Mikolajova (66.), die kurz zuvor eingewechselte erst 16-jährige Valentina Mädl (73.) und Zver (76. sowie 79./Doppelchance) verfehlten aber das Gehäuse oder fanden in der starken Lukasova ihre Meisterin. Ein Treffer lag in der Luft und fiel noch in der Nachspielzeit zur Freude der Gäste. Mikolajova nahm sich nach gelungener Einzelaktion aus fast 20 Metern ein Herz - verzichtete auf ein Abspiel zur gut postierten Zver - und traf genau ins Eck. Die Slowakin hatte auch schon zuletzt beim Heim-3:4 gegen die Roma spät getroffen.

Danach wurde es noch turbulent. Eder traf bei einem Zweikampf eine Gegenspielerin am Kopf und löste damit ein Gerangel mehrerer Spielerinnen aus. Eder sah daraufhin zurecht die Ampelkarte. Beim dafür verhängten Freistoß ging auch Slavias Torfrau nach vorne, wonach Zver in der Folge fast noch ein Empty-Net-Tor gelungen wäre (95.). Ihr Heber ging aber drüber. Slavia ist weiter ohne Tor und Punkt.

In der Gruppe A feierte Paris St. Germain mit der in der 66. Minute eingetauschten Marina Georgieva einen 5:0-Sieg gegen Vllaznia und hat nun vier Zähler auf dem Konto.