Allerdings verletzte sich Nadal selbst, als alles schon entschieden schien. Bei einem Rückhandschlag prallte der Schläger vom Boden heftig an seine Nase. Die blutende Wunde musste in einer medizinischen Auszeit behandelt werden. Nadal spielte mit einem Nasenpflaster - und geriet wieder aus dem Rhythmus. Der Weltranglistenzweite erfing sich jedoch schnell wieder und zog mit einem 2:6,6:4,6:2,6:1-Sieg in die dritte Runde ein. Dort trifft er auf Richard Gasquet, gegen den Franzosen führt Nadal im Head-to-Head 17:0.

"Mit dem Golfschläger ist mir das schon mal passiert, aber nicht mit dem Tennisschläger", sagte Nadal hinterher lächelnd über seinen Fauxpas. Er fühle sich "ein bisschen schwindlig", es tue "ein bisschen weh". Zunächst habe er gedacht, dass er sich die Nase gebrochen habe. "Das war ein ziemlicher Schock. Aber es sieht so aus, als ob die Nase nicht gebrochen sei. Nur wird sie größer und größer", sagte der Iberer bei der Pressekonferenz nach dem Match.

Überhaupt nicht zufrieden war der Titelfavorit mit "einem der schlechtesten Starts in ein Match, die ich je hatte". Er sei "völlig frustriert" gewesen und habe irgendwie versucht, "positiv zu bleiben". Am Ende stand jedenfalls eine erfolgreiche Revanche für die US-Open-Niederlage gegen Fognini 2015, als der Italiener einen 0:2-Rückstand wettgemacht hatte. Im Head-to-Head liegt er gegen Nadal nun 4:14 zurück. Gasquet wiederum hat gegen Nadal seit 2008 in zwölf Duellen in Folge nicht einmal einen Satz gewonnen.