"Ich freu mich wahnsinnig, dass ich mir das Gelbe Trikot wieder zurückgeholt habe, aber in dem Jahr zählt was anderes. Mir geht es um jeden Lauf, um jeden Schritt Richtung Cortina!", erklärte Flock, der eine Olympia-Medaille in ihrer langen Erfolgsliste noch fehlt. Das Wetter sei ein ziemliches Durcheinander gewesen. "Es war unvorhersehbar und man musste schauen, nicht in die Schneespur zu kommen. Mir ist das im zweiten Lauf von der Kurve 8 in die 9 passiert, aber es ist sich mit der Bestzeit trotzdem ausgegangen. Wir sind da relativ gut durchgerutscht, denn jetzt schneit es hier in Winterberg ordentlich."

Für Flock war es der zweite Saisonsieg nach jenem drei Wochen davor in Lillehammer sowie ihr insgesamt 15. In allen fünf Saisonbewerben schaffte es die 36-Jährige in die Top vier, mit den auch als EM ausgeschriebenen Rennen nächste Woche in St. Moritz sowie in der Woche darauf dem Finale in Altenberg stehen nur noch zwei weitere Events im Weltcup-Kalender. Nach Altenberg kommen von Österreichs Team nach einem Verbandsbeschluss um Nationalcoach Michael Grünberger nur die bis dahin für Olympia qualifizierten Aktiven mit.

Aktuell sind das Flock und Samuel Maier, im ersten Männer-Lauf ein Opfer der Bedingungen. Sein Landsmann Alexander Schlintner - bisher mit einem 19. Platz als bestes Saison-Ergebnis - führte das Feld an, nach diversen Protesten wurde der Bewerb aber nicht fortgesetzt. Dicht an dem für Olympia geforderten Top-12-Platz war Julia Erlacher dran, von außerhalb der Top 20 verbesserte sie sich auf Platz 13. Bloß drei Hundertstel fehlten ihr auf die Top zwölf. Im Weltcup führt nun Flock mit 1.034 Punkten 16 Zähler vor der belgischen Tages-Siebenten Kim Meylemans.

Flock hatte auf der gute Starter bevorzugenden deutschen Bahn das Rennen mit ihrem fahrerischen Können gewonnen. Nach einem Rückstand von vier Hundertstel nach Lauf eins auf Rang drei gelegen, landete sie einen noch souveränen Sieg.