Ausgangspunkt für den vom MAK beauftragten und vom Kulturministerium geförderten Beitrag ist die "Wahrnehmung der Grenzen unseres Körpers" - oder genauer gesagt deren Überschreitung. Immerhin sei der Mensch "ein wandelndes Biotop", wie es Bäumel ausdrückt. Angesichts der unzähligen Mikroorganismen, die sich auf und in uns befinden, dürfe man sich den Körper nicht als etwas Singuläres vorstellen, schließlich könne man sich "den lebenswichtigen Verflechtungen mit der mikrobiellen Welt nicht entziehen".

Umgesetzt wird das bei der von 15. Juli bis 11. Dezember laufenden Triennale, die heuer unter dem Titel "Unknown Unknowns. An Introduction to Mysteries" stattfindet, durch eine Installation, in deren Zentrum eine 40.000-fach vergrößerte Amöbe aus Papiermaché steht. Entwickelt wurde diese auf Basis von Daten des Science Visualization Lab der Universität für angewandte Kunst Wien. Projektionen einer echten Amöbe überlagern das Gebilde, zusätzlich hat Bäumel gemeinsam mit Eva Mahhov einen speziellen Sound entwickelt. Zu ausgewählten Terminen wird es außerdem eine Performance der Choreografin Doris Uhlich geben.

(S E R V I C E - 23. Triennale Milano, "Unknown Unknowns. An Introduction to Mysteries", von 15. Juli bis 11. Dezember in Mailand, ; )