Man verstehe Erinnerungskultur als zentrale Aufgabe eines Museums, man sei ein Ort des kollektiven Gedächtnisses. Das Erinnern zu hinterfragen sei "etwas, an dem wir dauernd dran bleiben sollten", so Kasper über den begonnenen Schwerpunkt, der sich neben Digitalisierung, der Sammlungsstrategie und neuen Vermittlungswegen als zentraler Fokus im heuer erarbeiteten Zukunftsbild 2030 herauskristallisierte. Zum Schwerpunkt gastiert von 9. Mai bis 29. August das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) mit der Schau "Baustelle Erinnerung | Hitler entsorgen". Diese befasst sich mit dem Umgang mit Objekten mit Bezug zum Nationalsozialismus, die sich etwa in privaten Nachlässen finden. Dazu wird eine "Sammelstelle" eingerichtet, in der die Bevölkerung solche Gegenstände zur Begutachtung bringen kann.
Bregenz
vorarlberg museum befasst sich 2026 mit dem Erinnern
Ab kommendem Jahr will sich das vorarlberg museum stärker mit Fragen der Erinnerungskultur beschäftigen, vor allem in Hinblick auf die NS-Zeit. Herantragen will man diese Fragen auch an die eigene Sammlung. Man wolle künftig stärker mit Schwerpunktthemen arbeiten, die sich über einen längeren Zeitraum ziehen, so Direktor Michael Kasper am Freitag bei der Präsentation des Programms für 2026. Mit Ende 2025 wird das Museum heuer gut 46.000 Besucher verzeichnet haben.
© APA/THEMENBILD