Die Defensivstärke von Algeriens Fußball-Nationalmannschaft wird in Rotterdam auf den Prüfstand gestellt. Österreichs Gruppengegner bei der anstehenden WM testet am Mittwoch (20.45 Uhr/live Puls 4) gegen die Niederlande seine Form. Beginnend mit den Spielen beim Afrika-Cup im vergangenen Dezember haben die „Fennecs“ in den vergangenen sieben Partien fünfmal keinen Gegentreffer zugelassen. Das Duell mit „Oranje“ sah Teamchef Vladimir Petkovic als echten Gradmesser.

Der ehemalige Schweizer Nationalcoach sprach von einer „sehr starken Mannschaft“, die auf seine Elf warte. Es werde eine Herausforderung wie bei der WM gegen Weltmeister Argentinien, so Petkovic. Die Südamerikaner sind am 17. Juni der erste Gegner der Algerier. Dass sich in den algerischen Medien schon jetzt alles um das Aufeinandertreffen mit Lionel Messi und Co. dreht, sorgt bei Petkovic hingegen für Unmut.

Petkovic verärgert: Nicht nur Messi wichtig

„Es beunruhigt mich, dass jeder nur auf das Spiel gegen Argentinien fokussiert ist. Für mich sind die Spiele gegen Österreich und Jordanien nicht weniger bedeutend“, sagte der kroatisch-schweizerische Doppelstaatsbürger bei der WM-Kadernominierung. Nach einer weiteren Frage zu Argentinien setzte Petkovic nach: „In unserer Gruppe geht es nur um Argentinien. Gegen Österreich und Jordanien wird es überhaupt nicht einfach, auch wenn viele das glauben.“ Algerien trifft am 28. Juni im dritten Gruppenspiel in Kansas City auf das ÖFB-Team.

In Rotterdam und im finalen WM-Test am 10. Juni in Kansas City gegen Bolivien wird Petkovic den letzten Feinschliff an seiner Elf vornehmen. Er habe sich noch nicht entschieden, wer gegen die Argentinier im Sturm beginnen werde, sagte der Teamchef. Rätselraten herrschte auch auf der Torhüterposition. Nun soll der in Algerien bei Alger spielende Oussama Benbot, der zu Jahresbeginn eigentlich seinen Rücktritt erklärt hatte, helfen, die Probleme zu lösen. Gegen die Niederlande könnte auch Melvin Mastil beginnen, der nur in der zweiten Schweizer Liga bei Stade Nyonnais spielt.

Fünfte WM für Algerien

Im März schlugen der ehemalige Premier-League-Star Riyad Mahrez und Co. Guatemala zunächst 7:0, ehe es gegen Uruguay ein torloses Remis gab. Algerien bestreitet seine fünfte WM, die erste seit 2014. Petkovic gab ein konkretes Ziel aus: „Wir werden alles dafür geben, zu verhindern, dass wir nach drei Spielen nach Hause fahren.“