Wie der Salzburger Landespolizeidirektor Bernhard Rausch bereits in einer eilig einberufenen Pressekonferenz am Samstag mitteilte, seien die sechs Demonstranten der "Last Generation" zuzuordnen. Laut einem Online-Bericht der "Salzburger Nachrichten" vom Sonntag soll einer der Verdächtigen bereits 2024 mit einer Kunstblut-Attacke bei der Antisemitismus-Konferenz in der Wiener Innenstadt aufgefallen sein. Beim Eintreffen der damaligen Verfassungsministerin und heutigen Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) und dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, soll der Mann mehrere Liter Kunstblut in Richtung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geschüttet haben.
Salzburg
Anzeigen nach Störaktion bei Salzburger Festspielen
Infolge der Störaktion bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele vom Samstag sind die sechs Aktivistinnen und Aktivisten wieder auf freiem Fuß. Auf sie warten verwaltungsrechtliche und strafrechtliche Anzeigen, hieß es am Sonntag von der Polizei auf APA-Anfrage. Weitere Ermittlungen seien im Laufen. Reagiert wurde seitens der Festspiele auf den Vorfall bereits am Samstagabend mit zusätzlichem Sicherheitspersonal.
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