"Die Briefe könnten unspektakulär erscheinen, wenn man sie an den konfliktbeladenen Korrespondenzen mit Paul Celan oder mit Max Frisch misst", schreibt Hans Höller in seinem Vorwort. "Doch geht es in Bachmanns Briefwechsel mit Heinrich Böll um das Gegenteil, um die Vermeidung von persönlichen Konflikten. Denn beide wollen, vom Literaturbetrieb vereinnahmt, in der freundschaftlichen Zuneigung und Nachsicht ihre Selbstachtung bewahren und sich über die Vermarktung des Schreibens, dem sie das gelebte Leben zum Opfer bringen, austauschen."