Begonnen hat alles 2019, als sich Scharang mit ihrer Kollegin Kristin Gruber die Frage stellte, warum es so viel genderbasierte Gewalt in Österreich gibt. Zu diesem Zeitpunkt war der Begriff "Femizid" im öffentlichen Diskurs kaum vorhanden, berichtet wurde über "Eifersuchts- und Ehedramen, wo es eigentlich um Mord ging", so die Journalistin im APA-Gespräch. "Österreich ist ein sicheres Land, wir haben eine niedrige Kriminalitätsrate." Nach einem genauen Blick auf die Zahlen wurde für sie aber deutlich: "Der öffentliche Raum ist sehr sicher, aber der private Raum ist sehr gefährlich - vor allem für weiblich gelesene Personen."