"Das Kopftuch ist ein Zeichen der Unterdrückung", meinte Plakolm in ihrem kurzen Clip. Mädchen würden in einer ganz entscheidenden Phase, in der sich Persönlichkeit und Körper entwickelten, dahinter "versteckt", befand sie. "Und diese extremistischen Tendenzen - gerade bei Kindern - haben einfach an unseren Schulen nichts verloren."
Die Verbindung des Kopftuchs als "Ausdruck der religiösen Praxis einer in Österreich gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaft" mit extremistischen Tendenzen verunsichere nicht nur viele junge Musliminnen, sondern auch all jene, die auf den Schutz von Religionsfreiheit und Gleichbehandlung vertrauen, kritisierte Vural. "Das Kindeswohl ist ein hohes Gut, welches nicht gegen Grundrechte ausgespielt werden darf."
Zugleich signalisierte die IGGÖ Gesprächsbereitschaft und lud Plakolm zu einem vertraulichen Austausch mit muslimischen Pädagoginnen, Eltern und Jugendlichen ein. "Sollte die Aussage missverständlich gewesen sein, wäre eine öffentliche Klarstellung dringend erforderlich, auch im Sinne eines respektvollen gesellschaftlichen Dialogs", so Vural.