Die fünf Organisationen der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) warnen "nachdrücklich" davor, "durch finanzielle Einschnitte die Systemfehler zu verstärken". Stattdessen plädieren sie für rasche Investitionen in Pflege, Digitalisierung, Prävention und zur Bekämpfung von Kinderarmut. "Gerade bei Pflege, Arbeitsmarkt und Armutsbekämpfung sehen wir: Geldmittel klug und richtig einsetzen, hilft sparen", so Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser, derzeit BAG-Vorsitzende. So habe jeder Euro, der in Langzeitpflege investiert werde, eine Wertschöpfung von 1,70 Euro. Dagegen würden Einsparungen in der Pflege die späteren Kosten im Gesundheitssystem erhöhen, so Moser.
Wien
Hilfsorganisationen warnen vor Einsparungen im Sozialbereich
Angesichts des wohl noch höheren Konsolidierungsbedarfs warnen Hilfsorganisationen vor Einsparungen, die Pflegekrise und Armut verschärfen. Stattdessen könnten mit klugen Investitionen etwa im Pflegebereich mittel- und langfristig Kosten eingespart werden, so Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe am Montag in einer Aussendung. Zudem seien Investitionen im Sozialbereich gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit "ein wichtiger Job- und Konjunkturmotor".
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