CO2 ist aufgrund seiner Rolle bei der Regulierung des Klimas ein zentraler Bestandteil der Erdatmosphäre. Das Molekül in der Atmosphäre von fernen Exoplaneten eindeutig nachweisen zu können, sei daher ein essenzieller Schritt bei der Suche nach lebensfreundlichen Welten, schreiben die beiden Universitäten.

Der Planet WASP-39b ist ein heisser Gasriese, der einen sonnenähnlichen Stern in 700 Lichtjahren Entfernung von der Erde umkreist. Das Forschungsteam konnte den Fingerabdruck von Kohlendioxid in dem Licht, das die Atmosphäre von WASP-39b durchquerte, nachweisen - mit Hilfe eines Nahinfrarot-Spektrographen.

Die Entdeckung eines so deutlichen Signals von Kohlendioxid auf WASP-39b sei ein gutes Vorzeichen, sagte die US-Forscherin Natalie Batalha als Leiterin des internationalen Forschungsteams - "sowohl für die Entdeckung von Atmosphären auf kleineren, erdgroßen Planeten als auch für die Messung der Häufigkeit von weiteren Gasen wie Wasser und Methan".

Verstehe man, wie die Atmosphäre eines Planeten zusammengesetzt sei, erlaube dies auch Einblicke in den Ursprung des Planeten und seine Entwicklung, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die "Webb"-Mission ist eine Zusammenarbeit der Raumfahrtagenturen NASA, ESA und der kanadischen Weltraumbehörde CSA. Das Teleskop war im Dezember 2021 nach jahrzehntelangen Vorbereitungen ins All gebracht worden. Mittlerweile befindet es sich mehr als eineinhalb Millionen Kilometer von der Erde entfernt.