Unter den in Österreich zehn heimischen Eulenarten zählt die Waldohreule zu den häufigen und verbreiteten Arten. Üblicherweise brüten sie aber nicht in der Stadt, sondern im Kulturland, das Feldgehölze, Wiesen und Äcker aufweist, wo der Mäusejäger eine reiche Nahrung und einen ruhigen Brutplatz in alten Bäumen findet. Voraussetzung für eine Brut ist zudem das Vorhandensein eines fertigen Heims, da die Waldohreulen selbst keine Nester bauen. Vor allem Nester von Raben- und Nebelkrähen oder Elstern werden gerne angenommen.

Erste Untersuchungen der Nahrungsreste der Eulen durch eine Mitarbeiterin der Säugetiersammlung des Museums zeigten, dass vor allem Waldmäuse und junge Wanderratten, aber auch Kleinvögel und Fledermäuse gejagt wurden. Mittlerweile sind die Jungeulen ausgeflogen und erkunden die Umgebung des Museums, "wo sie hoffentlich nicht Opfer des Straßenverkehrs werden - eine gerade für Eulen leider häufige Todesursache", so Berg.