Mit den im Zuge der Anfragebeantwortung veröffentlichten wirkstoffgenauen Daten wurde von Global 2000 im Auftrag der Grünen berechnet, wie viele Hektar mit den verkauften Substanzen behandelt werden können. "Erstmals wissen wir nun, wie es wirklich um die Entwicklung der Pestizid-Anwendung in Österreich steht, und die Ergebnisse sind dramatisch", stellte Voglauer fest. Denn die so errechnete potenziell pestizidbehandelte Fläche ist demnach seit 2010 bis 2024 um 22 Prozent gestiegen und beträgt derzeit 7,5 Millionen Hektar. Die errechnete Fläche mit Substitutionskandidaten-Wirkstoffen stieg im gleichen Zeitraum jedoch um rund 106 Prozent von 1,35 Millionen auf 2,78 Millionen Hektar, jene mit PFAS-Wirkstoffen um über 175 Prozent und verdreifachte sich von 0,53 Millionen auf 1,46 Millionen Hektar.
Wien
Einsatz von Pestiziden mit hohem Risiko in Österreich steigt
Der Einsatz von problematischeren Pflanzenschutzmitteln in Österreich ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das ergab die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Landwirtschaftssprecherin der Grünen, Olga Voglauer. So haben sich die potenziell mit Substitutionskandidaten behandelten Flächen von 2010 bis 2024 mehr als verdoppelt, jene mit PFAS-Pestiziden fast verdreifacht, wie aus den vom Landwirtschaftsministerium publizierten Verkaufsmengen hervorgeht.
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