Das ist die Schlussfolgerung aus der neuen wissenschaftlichen Untersuchung, die in "Nature Communications" vor kurzem erschienen ist. "Schichtarbeit ist weltweit weit verbreitet. In den Industrieländern leisten etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen Nachtschichtarbeit. Sie erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So war beispielsweise eine längere Dauer von Nachtschichtarbeit bei Personen, die 24 Jahre lang beobachtet wurden, mit einer größeren Häufigkeit von koronarer Herzkrankheit (KHK; Herzinfarkt etc. Anm.) verbunden. Wichtig ist, dass dieses erhöhte Risiko nicht vollständig durch Unterschiede im Lebensstil und dem sozioökonomischen Status erklärt werden kann", schrieben Sarah Chellappa (Forschungsprogramm für medizinische Chronobiologie am Brigham and Women's Hospital in Boston/USA) und ihre Co-Autoren.
Boston (Massachusetts)
Fürs Herz verzichtet man besser auf Essen in der Nacht
Für das Herz ist Essen in der Nacht offenbar nicht gut. Das hat ein US-Experiment belegt, bei dem Probanden über zwei Wochen hinweg Schichtarbeit simulierten. Negative Effekte zeigten sich dabei auf Herzfrequenz- und Entzündungsparameter. Ob Menschen in der Nacht den häuslichen Kühlschrank plündern oder im Rahmen von Schichtarbeit entgegen des normalen Tagesablaufs essen, sie dürften dabei ihr Risiko für Herzerkrankungen erhöhen.
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