Als Vermächtnis der Pandemie sieht Bogner von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) "die große Solidarität in der Frühphase der Krise". In negativer Hinsicht sei es die Moralisierung im Zuge der Impfdebatte gewesen: "Weil man an den Sieg über das Virus durch Impfen glaubte, konnte man Impfskepsis nur noch als Ausdruck moralischer Verkommenheit verstehen."
Wien
Experten bewerten Pandemie-Aufbereitung als "unzureichend"
Die Corona-Pandemie forderte nicht nur medizinische Expertise heraus. Auch für die Sozial-, Politik- oder Datenwissenschaften war und ist sie mitunter bis heute ein zentrales Thema. "Wir haben viel über Solidarität gelernt", sagte Barbara Prainsack von der Uni Wien zur APA, die "systematische Aufbereitung der Pandemiepolitik" sei "unzureichend". Auch für andere wie den Soziologen Alexander Bogner und Komplexitätsforscher Peter Klimek stellen sich noch einige "Hausaufgaben".
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