Der Blick sei derzeit auf die Ukraine gerichtet, "und es nutzen jetzt gerade viele diesen Blick auch aus", warnte Nehammer. "Wir erleben einen massiven Druck im Bereich irregulärer Migration", sagte der frühere Innenminister. Österreich habe nicht nur mehr als 75.000 schutzsuchende Ukrainer aufgenommen, sondern wieder "an die 17.000 Asylanträge" von Menschen aus Afghanistan, dem Iran und Syrien verbucht. "Wenn man Nachschau hält, wie die denn nach Österreich gekommen sind, gibt es eine dramatische Erkenntnis: Der Großteil davon ist nicht registriert", pochte Nehammer auf einen effektiven Schutz der EU-Außengrenzen statt nur darüber zu reden. In diesem Zusammenhang lobte er den Einsatz seiner konservativen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis (Griechenland) und Andrej Plenkovic (Kroatien).
Außenpolitik
Nehammer bei EVP-Kongress mit scharfen Tönen zu Migration
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat die EU-Konservativen aufgerufen, angesichts des Ukraine-Kriegs nicht auf das Thema Migrationspolitik zu vergessen. "Wir müssen sehr genau aufpassen, dass dieser unglaublich dramatische Krieg nicht viele andere Sicherheitsprobleme überdeckt", sagte Nehammer am Mittwoch beim Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) in Rotterdam. Probleme wie illegale Migration, Terrorismus oder Organisierte Kriminalität "bestehen vollumfänglich weiter".
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